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REDGODDAWN – H.O.M.E.

Modern Death Metal
07.01.2013

RedGodDawn (deutsch, im übertragenem Sinne «das Erwachen des Roten Gottes») sind eine Metalformation aus Berlin. Stilistisch bewegen sich RedGodDawn im aggressiven «Modern Death Metal».

Dies die Worte wie sich die Metal-Combo auf deren Facebook-Seite selber beschreibt. Aufgrund der Aufmachung des CD-Covers und deren Webseite sowie Intros etc. würde ich das Ganze mit einem Augenzwinkern auch als «Alien-Thrash-Metal» beschreiben.

Der Debut-Longplayer (Eigenproduktion!) ist gut produziert, hat viel Power und würde das eine oder andere Alien auch ganz schön in die Flucht schlagen. Es sei denn, das Alien steht auf modernen Death-Metal und schreienden Gesang.

Das ist der erste Eindruck mit dem Eröffnungssong «Kevlar». Was aber bereits bei diesem auffällt und schon mal einzigartig ist und sich durch die ganze CD durchzieht, ist der Bass. Der slappt gewaltig. Yep, Bassist Andreas Jung liefert nicht nur geile Bassläufe ab, sondern slappt sich ganz schön durch die harten Gitarren-Riffs und gibt dem Ganzen ein bisschen groovig-funkige Abwechslung. Ausgeprägt zum Beispiel bei «Daylight» – wo es im Mittelteil gar zu einem kurzen Solo ausartet. Da musste ich gleich an Anthrax‘ «Got The Time» denken.

Erwähnenswert ist auch das Drumming von Tobias Junghanns. Es besteht nicht nur aus einer Double-Bass-Wand, sondern auch hier mit Funk-Einflüssen und ist schön abwechslungsreich. Geiles, varierendes Double-Bass-Spiel gibt’s z.B. bei «My Flesh». Bass und Drums spielen nicht nur technisch, sondern auch stilistisch in einer eigenen Liga.

Die Gitarre bzw. Lars Simon brettert fette Thrash-Metal-Riffs und sorgt nebst dem funkigem für die nötige Aggression und Power. Eines meiner Lieblingsriffs hat «Butcher Baby». Unterstützung hat Lars von Sänger Steven Winckler, der sich zuweilen die Seele aus der Brust schreit. Teilweise wechselt er auch auf cleanen Gesang – insbesondere beim langsameren «Oblivion». Für meinen Geschmack dürfte dies öfters vorkommen. Der Schreigesang sorgt zwar wie erwähnt für viel Aggressivität, aber irgendwann ist das Alien tot und es kommt etwas Langeweile auf. Für Nu-Metaller bzw. Liebhaber von diesem Stil dürfte dies jedoch nicht der Fall sein.

Nach «H.O.M.E» – dem härtesten und brutalsten und vielleicht auch dem besten Song der Scheibe – folgt noch ein Hiddentrack («Twinkle, Twinkle Little Star»), das beweist, dass Steven auch Kinder in den Schlaf singen kann und nicht nur Aliens totschreien.

Fanzit: H.O.M.E. ist eine starke Debutscheibe – wenn auch ein bisschen kurz mit etwas mehr als einer halben Stunde. Der innovative Sound und das tolle Songwriting kommt bei mehrmaligem Hören immer mehr zum Tragen. Es lohnt sich also, die CD entweder mal ganz in Ruhe anzuhören oder zumindest ein finales Urteil erst nach eben mehrmaligem Hören zu fällen. Wer modernen Thrash-Metal, Nu Metal und allgemein innovativen Sound mit einer Prise Funk mag, der sollte unbedingt mal reinhören oder kann H.O.M.E. ohne grosses Risiko auch gleich kaufen.

 

›› Video My Flesh

 

Anspieltipps:

My Flesh, Rise Of The 01, H.O.M.E

 

Tracklist:

  1. Kevlar
  2. Daylight
  3. My Flesh
  4. Rise Of The 01
  5. Butcher Bay
  6. Oblivion
  7. Coming…
  8. H.O.M.E.

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Autor
07.01.2013
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