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ASHES OF ARES – Ashes of Ares

Heavy Metal, Power Metal
17.09.2013

Ein neuer Stern am Metal Himmel? Oder nur eine Eintagsfliege?

Mangelnde Erfahrung kann man den Musikern nicht vorwerfen: Gitarrist /Bassist Freddie Vidales spielte von 2008 bis 2012 den Bass bei Iced Earth, Van Williams war der Schlagzeuger von Nevermore. Und Sänger Matt Barlow braucht keine Vorstellung, die ehemalige Stimme von Iced Earth müsste jedem ein Begriff sein.

Nun haben diese drei Herren „Ashes of Ares“ aus der Taufe gehoben und mittlerweile auch ihr erstes, selbstbetiteltes Album veröffentlicht. Und wenn man also die Vorgeschichte resp. die Herkunft kennt, kann man schon erahnen, was da auf einen zukommt.

„Ashes of Ares“ ist eine geballte Ladung purer Heavy Metal. Schnörkellos, stampfend, teilweise auch mit ordentlich Speed – und über allem steht die unglaubliche, fesselnde Stimme Matt Barlows. Und somit ist bereits jetzt klar: wer auf Iced Earth steht, sollte hier unbedingt reinhören…!

Der Opener „The Messenger“ ist ein erster Ohrwurm und besticht durch herrliche Gitarrenriffs. Der Rest des Albums trumpft vor allem mit Abwechlsungsreichtum. Bei „Move the chains“ kommt das erste Mal etwas Tempo in die Sache, ein weiterer herrlicher Headbanger, bei dem Barlow alle Facetten seines Könnens zeigt. Eher düster wird’s dann bei „On Warrior’s Wings“, manche würden dem schon fast „Halbballade“ sagen. „This is my hell“ ist dann sehr stark an den Iced Earth Klassiker „Melancholy (Holy Martyr)“ angelehnt, ohne allerdings eine billige Kopie zu sein.

Die Band selbst gibt zu, dass sie diverseste Einflüsse verarbeitet hat. Dazu gehören neben Iced Earth Bands wie Iron Maiden, Queensrÿche, alte Metallica oder aber auch Slayer, oder Behemoth. Manches ist einfach zu entdecken, manches muss man suchen…

Suchen kann man auf weiteren Stücken wie „Dead Man’s Plight“ oder dem schnellen „Chalice of Man“, beide machen ebenfalls Spass, währenddem ich „The Answer“ jetzt eher lahm finde. Aber das ist verkraftbar…

Bei all den positiven Punkten bleibt jedoch eines zu erwähnen: trotz Matt Barlow ist es nicht einfach eine „andere“ Iced Earth Scheibe! Freddie Vidales macht sicher einen guten Job als Songwriter – aber die Klasse eines Jon Schaffers erreicht er natürlich nicht. Heisst im Klartext: Ashes of Ares haben vor allem beim Songwriting noch Luft nach oben. Aber für ein Debut Album ist das alles schon sehr vielversprechend! Im Endeffekt ist es das, was die Band auch versprochen hat: ein grundsolides Heavy Metal Album, welches von Matt Barlow’s Stimme sehr stark geprägt wird.

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Album Review Bewertung

Autor Bewertung: 7.5/10



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17.09.2013
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