End Of The Dream - Until You Break (CD Cover Artwork)
Do, 11. Mai 2017

End Of The Dream – Until You Break

Symphonic Metal
02.09.2017
End Of The Dream - Until You Break (CD Cover Artwork)

Die Niederlande als Quell von gutem Symphonic Metal

Die Niederlande sind in Sachen Symphonic Metal überaus gut bestückt. Mit Delain, Epica, Within Temptation oder auch der Nightwish-Frontröhre Floor Jansen stammen einige Grössen des Genres aus dem Land der vielen Windmühlen.

Und für Nachschub ist ebenfalls gesorgt. Der Truppe End Of The Dream rund um die wunderhübsche und charmante Sängerin Micky Huijsmans bin ich erstmals am letztjährigen Masters Of Symphonic Metal-Event im Z7 begegnet. Seither bin ich ein Fan der Band und habe sie auf dem Schirm. Mitte Mai dieses Jahres haben die Holländer ihr zweites Studioalbum veröffentlicht. «Until You Break» heisst das gute Stück und ist mit 11 neuen Tracks ausgestattet. Hören wir doch mal rein, was uns Micky und ihre Kollegen da so nettes um die Lauscher ballern.

DAS ALBUM – «Until You Break»

Der Titel-Track übernimmt sogleich die Album-Eröffnung. Rhythmisches Getrommle ist zu hören. Danach übernehmen das Keyboard, die Gitarren und Micky Stimme das Zepter. Singen kann die Dame. Davon konnte sie mich bereits damals in Pratteln überzeugen. Neben den oben angesprochenen Gruppen sind im Refrain-Teil auch Vergleiche mit den Alternativ Metallern Nemesea angebracht. Auch diese Truppe stammt – ihr könnt es euch denken – aus den Niederlanden. Ein durchwegs solider Auftakt.

Der vorwurfsvolle Titel «Who Do You Think You Are» kommt mit ziemlich Tempo herangebraust. Gesanglich wird die Zuhörerschaft erneut massiv verwöhnt. In der zweiten Liedhälfte packt die Mikrofon-Sirene gar noch kurzzeitig den Sopran aus – sehr stark. Abermals eine angenehme Symphonic Metal-Nummer. Ein paar zusätzliche Überraschungsmomente hätten jedoch sicherlich nicht geschadet.

Pim Geraets an der Schiessbude und Armen Shamelian als Tastenklimperer starten mit uns in den Song «Erase Me». Micky zieht die Hörerschaft ein weiteres Mal mit ihrem hammermässigen Stimmorgan in ihren Bann. Einfach lauschen und geniessen ist hier das Motto. Nach dem Mitteilteil nimmt schliesslich auch die Saitenköniginnen-Fraktion ziemlich Fahrt auf. Für das fulminante Ende ist dann allerdings hauptsächlich wieder das Keyboard besorgt.

Ganze 06:37 Minuten dauert das nun folgende «Wakeless». Hier geht es für einmal mehrheitlich gemächlich zur Sache. Die Nummer könnte durchaus als gefühlvoll vorgetragene Ballade durchgehen. Hühnerhaut ist jedenfalls vorprogrammiert. Micky braucht sich von den bekannten Damen des Genres keinesfalls zu verstecken. Nach rund vier Minuten geht allerdings doch noch die Post ab. Plötzlich sind harte Riffs hörbar – inklusive mitreissendem Gitarren-Solo. Passt.

Zu «The Heart In Me» möchte man von Beginn weg headbangen. Der Rhythmus bannt sich schnörkellos einen Weg zu den Nackenmuskeln der Zuhörerschaft. Mickys Stimme turnt munter auf der Tonleiter herum. Stellenweise hat diese Nummer echten Ohrwurmcharakter. Definitiv ein Anspieltipp dieser Scheibe. Zarte, Spieluhrähnliche Klänge eröffnen den Track «I Am Nothing». Jetzt haben wir effektiv eine echte Ballade vor uns. Das Frontmädel säuselt fast etwas weinerlich die Lyrics ins Mikro. Der Track kommt doch ziemlich schwermütig daher. Einer zum Nachdenken. Im letzten Drittel lassen die beiden Gitarristen ihre Werkzeuge dann trotzdem noch rasch mit vollem Elan kreischen. Ein absolut gelungenes Stück.

«Defile» gehört mit 05:30 Minuten Spielzeit ebenfalls zu den längeren Stücken der Platte. Oha, da steckt aber eine ordentliche Dosis Bombast drin. Ebenfalls eine weitere Nummer für die Headbanger unter euch. Die Instrumentalfraktion macht einen ausgezeichneten Job. Der Refrain bohrt sich gnadenlos in die Gehörgänge. Zudem brilliert der Song durch geschickte Tempowechsel. Offenbar haben sich die Holländer die ganz starken Songs hauptsächlich für die zweite Albumhälfte aufgespart. Bei «From Your Sky» haben ein weiteres Mal das Keyboard und Micky ihre grossen Auftritte. Freunde, merkt euch diese Stimme. Die Truppe drückt hier teilweise mit voller Wucht aufs Gaspedal. Zudem schleichen sich vereinzelt ein paar orientalisch angehauchte Melodien in die Songstruktur ein.

Auch «In My Hands» erfüllt sämtliche Voraussetzungen, die es im Symphonic Metal zu erfüllen gilt. Was End Of The Dream generell fehlt wäre meiner Meinung nach etwas männlicher Gesang an gewissen Stellen. Das könnte sich nämlich als willkommene Abwechslung herausstellen. Micky macht aber zweifelsohne einen exzellenten Job – diese Leistung möchte ich mit meiner Aussage keinesfalls schmälern.

Auf «Your Poison» stehen abermals die Tempowechsel im Fokus. Wer würde sich denn nicht gerne von der bezaubernden Micky vergiften lassen? Und solange sie so wundervoll singt, ist man ihr sowieso hörig. Im letzten Songdrittel kommen sogar zusätzlich ein paar Streichinstrumente zum Einsatz. Zum Abschluss führen uns End Of The Dream ins Licht. «The Light» reiht sich ebenfalls in die Balladen-Abteilung der Platte ein. Madame Huijsmans präsentiert der Zuhörerschaft nochmals die geballte Power ihres Stimmorgans. In der zweiten Songhälfte verstummt sie allerdings beinahe gänzlich und überlässt die Bühne dem Piano. Ein gemütlicher Albumausklang.

FAZIT

End Of The Dream wissen auch mit ihrer zweiten Platte «Until You Break» zu begeistern. Holland ist definitiv ein unerschöpflicher Quell für guten Symphonic Metal. Der Nachwuchs ist sozusagen gesichert. Micky Huijsmans ist eine herausragende Sängerin und Frontfrau. Für künftige Alben würde ich mir von der Truppe noch etwas mehr Abwechslung innerhalb der einzelnen Songs wünschen. Dann steht einer noch höheren Bewertung eigentlich nichts mehr im Wege. Hoffentlich dürfen wir die Truppe bald wieder auf einer Schweizer Bühne begrüssen.

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Trackliste End Of The Dream – Until You Break

  1. Until You Break
  2. Who Do You Think You Are
  3. Erase Me
  4. Wakeless
  5. The Heart In Me
  6. I Am Nothing
  7. Defile
  8. From Your Sky
  9. In My Hands
  10. Your Poison
  11. The Light

Line Up – End Of The Dream 

  • Armen Shamelian – guitar, keyboards
  • Micky Huijsmans – vocals
  • Robin van Ekeren – guitar
  • Tim van den Hooven – bass
  • Pim Geraets – drums, percussion

Video End Of The Dream – Until Your Break


Album Review Bewertung

Autor Bewertung: 8/10



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02.09.2017
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