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Solitudo Solemnis - Metal Inferno - Sedel 2017
Sa, 16. September 2017

Solitudo Solemnis

Sedel (Luzern, CH)
28.09.2017
Solitudo Solemnis - Metal Inferno - Sedel 2017

Gefängnis, Nebel und ein einzelner Auftritt

Zugegeben, die Konzertüberschrift hier stimmt nicht ganz. An diesem Samstagabend findet nämlich nicht ausschliesslich ein Konzert von Solitudo Solemnis statt. Genaugenommen handelt es sich um die Konzertreihe Hell’s Metal Army’s Metal Inferno. Als Headliner stehen Temple of Baal aus Frankreich und die Schweden von IXXI auf dem Plakat. Unterstützt werden sie heute von Serpens Luminis und den bereits erwähnten Solitudo Solemnis. Von letzteren besitze ich eine Demo-Aufnahme, was der Auslöser für den heutigen Konzertbesuch darstellt. Da ich jedoch vom Excelsis-Konzert gestern Abend noch fix und fertig bin, habe ich mich bereits im Vorfeld dazu entschlossen, nach dem Auftritt der Zürcher wieder nach Hause zu fahren. Aufgrund einer unglücklichen Verkettung von ääh Unglücken bleibt mir der Auftritt des Openers von Serpens Luminis verwehrt. Seis drum, jetzt gibt es halt nur einen winzigen Bericht über diese eine Band im Titel.

Ort des Geschehens ist übrigens die ehemalige Strafanstalt Sedel in Luzern und in Bezug auf die musikalische Ausrichtung des heutigen Abends ist diese verwittert und verbraucht wirkende Lokalität perfekt geeignet. Solitudo Solemnis spielen nämlich Black Metal melodischer Prägung. Bühnenaufbauten sind ebenso wenig zu sehen wie ein Backdrop, doch beides wäre ohnehin nicht sichtbar gewesen im dichten Nebel, der die Bühne von Beginn weg einhüllt. Ohne grosse Ansagen legt die Truppe um Bandkopf CSQN los. Beim ersten Song erhält die Band an der Gitarre Unterstützung, danach musiziert sie in der eigentlichen Besetzung als Quartett weiter. Aber ob zu fünft oder zu viert, was wir hier geboten bekommen, kann auf der ganzen Linie überzeugen. Während einer halben Stunde erzeugt die Band eine intensive Atmosphäre und schafft es, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Viele Worte werden zwischen den Stücken nicht verloren und so geht es Schlag auf Schlag. Melodische Tremolo-Stellen wechseln sich ab mit heftigen Riffs, die zum Headbangen einladen. Die mit viel Hall unterlegten Vocals fügen sich gut ein und verpassen der Musik bei aller Melodie einen rauen und unheimlichen Anstrich. Nach sechs Stücken respektive einer halbe Stunde ist der Auftritt ohne grosses Tamtam zu Ende. Trotz der kurzen Spielzeit hat sich die Reise in den Sedel sehr gelohnt und ich wünsche den restlichen Zuhörern noch viel Spass mit den weiteren Bands.


Wie fandet ihr das Konzert?

28.09.2017