Vidres A La Sang – Set De Sang (CD Cover Artwork)
Fr, 23. November 2018

Vidres A La Sang – Set De Sang

Black Metal, Death Metal
29.12.2018
Vidres A La Sang – Set De Sang (CD Cover Artwork)

Verweigerung des Schwarzmetalls?

Spanien bietet viel im Bereich des Black-Death Metals und darum steigen meine Erwartungen, als ich die Promo der katalanischen Band Vidres A La Sang erhalte. Spannend für mich ist auch, dass dieses Quartett die Texte in der Lokalsprache verfasst. Es war bereits zwischen 2002 und 2010 aktiv, spielte drei Werke ein und steigt 2018 aus dem Grab mit dem vierten in den Händen.

Aufgepasst, Fans des archaischen Death-Black Metals dürfen ruhig weitergehen. Vidres A La Sangs Stil lehnt sich an den moderneren metallischen Ausdrucksformen und brilliert zudem mit technischen Raffinessen, die eher im progressiven Metal angesiedelt sind. Seine Musik legt Wert auf die Vermittlung von Gefühlen – diese neigen oft zur Melancholie – und stimmen den Hörer nachdenklich. Eins steht schon von Anfang an fest: „Set De Sang“ ist trotz der ersten zwei temporeichen Songs keine schnelle Nummer. Da gibt es wenig zu feiern. Hier geht es darum, die Noten und die Stimmungen in einer ruhigen Umgebung auf sich wirken zu lassen, so wie man es mit einer guten Jazz-Platte tun würde. Die fette und klare Produktion passt gut zu den aufwendigen aber leichten Strukturen, die womöglich von der katalanischen Gitarrenkunst abgeleitet sind. Diese bieten Platz für detailreichen Kompositionen, besinnliche Momente und gepflegten Gitarrensoli.

Das Fanzit

„Wo soll denn hier Black Metal drin sein?“ Am Anfang stand bei mir die Frage im Raum, ob „Set De Sang“ eine Enttäuschung sei. Weit gefehlt. Dahinter steht ein Konzept, das als „Melodic Death Metal“ zu bezeichnen wäre. Dieses verlangt dem Hörer Zeit ab, damit es seine Wirkung entfaltet.

Anspieltipp: „El Mur“, „L‘Orbita Del Cor“

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Trackliste Vidres A La Sang – Set De Sang

  1. Els Vents Bufen A Favor
  2. Emergiré
  3. Miraré De No Tornar-me A Perdre
  4. El Mur
  5. El Poble Redemptor
  6. Som Pelegrins
  7. L’Òrbita Del Cor

Album Review Bewertung

Autor Bewertung: 8/10



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29.12.2018