Metalinside.ch - Eluveitie - Chrigel - Interview - 70'000 Tons of Metal 2019 - Foto pam
So, 3. Februar 2019

Eluveitie – Interview mit Chrigel

15.04.2019
Metalinside.ch - Eluveitie - Chrigel - Interview - 70'000 Tons of Metal 2019 - Foto pam

«Eine Wiedergeburt für mich selbst»

Ein paar Wochen vor dem Launch des neusten Silberlings von Eluveite spreche ich mit Elu-Mastermind Chrigel Glanzmann über «Ategnatos» (siehe Review), über Eluveitie im 2019 im Allgemeinen und natürlich auch über den Ort der Unterhaltung: Auf der Independence of Seas anlässlich der 70’000 Tons of Metal Cruise 2019.

Metalinside.ch (pam): Wie geht es dir?

Chrigel Glanzmann: Ja, ein bisschen (sonnen-)verbrannt von gestern, aber sonst gut.

MI: … von der karibischen Sonne. Wenn wir schon bei deinem Körper sind. Du musstet ja letztes Jahr während dem Z7 Summer Nights Open-Air zum ersten Mal ein Konzert absagen… (Anm. der Red.: Chrigel musste wegen einem deftigen Infekt kurzfristig ins Spital eingeliefert werden).

Chrigel: Stimmt, ja genau.

MI: Gib es da noch Nachwehen? Alles wieder gut?

Chrigel: Jaja (beschwichtigend).

MI: Das war also eine einmalige Geschichte?

Chrigel: Genau.

MI: Das freut uns zu hören. Ich denke, nicht nur ich machten sich damals grosse Sorgen. Aber eigentlich hast du ja einen richtigen Jungbrunnen.

Chrigel: (lacht verschmitzt)

MI: Mit deinen neuen Leuten.

Chrigel: Jaja. Das ist so ja. Ist gut. Total gut sogar.

MI: War das damals für dich einen bewussten Entscheid, die Band zu verjüngen? Mit jüngeren Leuten zusammenzuarbeiten, mit solchen mit weniger Erfahrung?

Chrigel: Nein. Alles was zählt ist nebst der Persönlichkeit und Stimmen die Musikalität. Das Alter spielt keine Rolle. Es hat sich tatsächlich einfach so ergeben, dass der Altersdurchschnitt runtergerutscht ist. Aber um das zu verdeutlichen, dass das Alter nie eine Rolle spielte (bei Eluveitie): Bei unserem allerersten Line-up war das älteste Bandmitglied älter als die Eltern des jüngsten Bandmitglieds. Von dem her… das Alter spielt wirklich nicht so eine Rolle.

MI: Wahrscheinlich hilft es aber schon auch ein bisschen, dass mit Jüngeren, die noch die Welt erobern wollen, mehr Biss da ist. Ihr seid ja schon sehr viel auf Tour. Oder meinst du nicht?

Chrigel: Vielleicht ja. Aber das richtig heavy touren kommt ja erst dieses Jahr. Bisher hatten sie (die Neuen in der Band) ja noch etwas Schonfrist (lacht). Aber hey, sie sind jetzt auch schon zwei, zweieinhalb Jahre dabei und sind nicht mehr ganz so neu. Mit dem Akustikalbum («Evocation II – Pantheon») hatten sie ja schon auch getourt und es war auch eine harte Tour mit Sibirien und so. Aber so richtig, dass man ein Jahr unterwegs, zwei Mal um die Welt, kommt eigentlich erst jetzt.

MI: Die Bewährungsprobe.

Chrigel: Hihi (lacht schelmisch).

MI: Jonas hatte ja sein erstes Konzert in Wacken … so eine ziemliche deftige Show (vor rund 50’000 Leuten). Wenn man so einsteigen kann als junger Musiker ist ja schon auch krass.

Chrigel: Gut, da man muss man schon hinzufügen, dass Jonas überhaupt kein Greenhorn war. Er ist extrem Live- und Studio-Erfahren und so. Das ist für ihn jetzt nicht so speziell was Neues.

MI: Gut, ich meine einfach so grad in Wacken …

Chrigel: Die Dimension ja:

MI: Das war ja damals wie eine Wiedergeburt von Elu. Von dir selbst auch ein bisschen?

Chrigel: Das glaub fast mehr als von Elu. Ja, das Album heisst (zwar) so (Anm.: Ategnatos ist Gallisch für Wiedergeburt) und verständlicherweise werde ich oft gefragt, ob sich der Albumtitel auf das bezieht. Das jedoch überhaupt nicht. Das hat mit der Band überhaupt nichts zu tun. Es ist ein Aspekt der keltischen Mythologie, mit der wir uns als Individuen persönlich damit beschäftigt haben. Was uns sehr bewegte. Und für mich selbst zuletzt auch, was ich die letzten Jahre erlebt habe. Insofern (war es mehr eine Wiedergeburt) mehr auf mich selber als auf die Band bezogen.

MI: Das Thema Wiedergeburt ist ja omnipräsent auf dem Album. Es heisst ja auch Wiedergeburt auf Gallisch.

Chrigel: Genau, ja.

MI: Ich habe vorher in der Songwriting-Clinic (siehe 70’000 Tons of Metal Review) mit Fabienne und Jonas noch erfahren, dass das man das «G» als «ch» und somit «Atechnatos» ausspricht.

Chrigel: Ja, genau (lacht).

MI: Das hab ich grad noch rechtzeigt gelernt.

Chrigel: «Lueg ez 😉»

MI: «Rebirth» war ja der erste Song vom neuen Album, denn er ihr bereits im 2017 veröffentlicht habt. Da sind wir ja wieder beim Wiedergeburt-Thema. Ich find es einer der geilsten Elu-Songs. Mich fasziniert an diesem, dass er alle Trademarks was die Band bzw. deren Sound sowie Instrumente ausmacht drin hat. Siehst das auch so und war das ein bewusster Entscheid, um das neue Team vorzustellen?

Chrigel: Nein. Eigentlich nicht. Der Song ist wirklich einfach so entstanden. Ich muss dazu sagen, dass das erste Fragment vom Song sehr alt ist. An dem hab ich (überlegt) sicher vor vier, fünf Jahren schon mal angefangen rumzubasteln. Aber es stimmt, du bist nicht der erste der das sagt und mir ist das dann auch erst im Nachhinein aufgefallen, als andere Leute kamen und sagten, dass er alle Trademarks featured und das cool sei. Da muss ich sagen, ja das stimmt irgendwie. Aber es war nicht eine bewusste Entscheidung oder so.

MI: Die Stimme von Fabienne kommt auch grossartig rüber. Das war zwar schon auf dem Akustikalbum so, aber dann halt auch in einem Metal-Song. Die Harfe ist auch ein wichtiges Instrument, welches hier ausgeprägt dazukam. Das hat sie ja bei Eluveitie gelernt und soll ja ein wichtiger Bestandteil sein vom neuen Sound.

Chrigel: Ja, auf dem neuen Album ist die Harfe stark präsent. Es ist auch ein schönes Instrument und Fabienne ist eine wahnsinnige Musikerin. Sie spielt wirklich noch nicht lange Harfe aber inzwischen schon sehr gut. Wir hatten aber immer schon Harfe in den Songs. Die hatte aber damals ich eingespielt, aber ich spiel nicht wirklich Harfe. Ich kann ein bisschen drauf rumklimpern und begleiten, aber das ist es dann. Jetzt können wir (mit Fabienne) die Harfe wirklich als Instrument einsetzen. Das haben wir auf dem neuen Album auch gemacht und das ist total schön. Es ergänzt die Klangmauer auch perfekt.

MI: Gibt es noch andere oder auch neue Instrumente, die auf Ategnatos mehr Auslauf erhalten haben? Neue sind zwar langsam schwierig …

Chrigel: Momol, es gäbe schon noch.

MI: Was gäb das noch?

Chrigel: Es ist alles möglich. Ich möchte zum Beispiel endlich mal Irische Querflöte lernen. Das hab ich bis heute noch nicht geschafft. Sonst hat sich aber von den Instrumenten her nicht viel verändert. Was sich aber geändert hat, sind die Gitarren, die prominenter sind.

MI: Auch mit Soli.

Chrigel: Genau. Jonas ist wirklich – das tönt jetzt blöd – einer der besten Gitarristen. Er ist unglaublich – in Bezug wie Riffs schnell eingebaut und wie die dann gespielt werden. Das ist ein stückweit schon anders und neu.

MI: Das Riff bei Rebirth fuhr mir schon deftig ein. Ich hab das Gefühl, dass er auch Raffi ein bisschen challenged. Dass sie sich gegenseitig hochpushen. Zum Beispiel das zweistimmige Solo bei Rebirth.

Chrigel: Ja gut, das war eine Idee. Die ursprünglich glaub auch von Raffi kam. Das Solo hat ja drei Parts. Zuerst frickelt Jonas einfach ab, dann kommt der melodischere Teil, bei dem sie sich quasi duellieren und am Schluss kommen sie dann zusammen und spielen das Lick zu Ende.

MI: Er (Raffi) sagte mir gestern, dass er bei diesem Song auch am meisten üben musste.

Chrigel: Ja, er ist technisch sehr anspruchsvoll.

MI: Es kommt schlussendlich auch extrem gut rüber. Wie war denn der Kreativprozess vom neuen Album? Man liest ja in der Medienmitteilung dazu – wie so oft – Superlativen wie «das beste Kreativteam bisher» und so.

Chrigel: Jaja (lacht).

MI: Würdest du das auch sagen? Oder wurde es euch einfach so in den Mund gelegt?

Chrigel: Wir haben es ja nicht geschrieben. Aber es hat tatsächlich was. Wir sind heute viel mehr Band als wir das viele Jahre (vorher) waren. Das hat sich schon beim Erschaffungsprozess vom Akustikalbum abgezeichnet. Früher war, als wir im Studio waren, das meiste schon klar, was zu spielen ist. Die Person die grad dran war am Aufnehmen, war im Studio und vielleicht ich noch. Das war es dann.

Beim Akustikalbum haben wir viel der Spontanität überlassen. Vieles ist erst im Studio gewachsen. Und fast die ganze Studiozeit war die komplette Band dort. Einfach das sie dort waren. Die die nicht am Aufnehmen waren, sind sonst irgendwie zusammen gewesen, haben gejammt oder Sachen ausgearbeitet. Irgendjemand war immer am Kochen für die anderen. Weisst du, sehr familiär halt. Durch das haben alle zu den Songs beigetragen und vieles ist durch spontanes Zeugs entstanden.

Diese Tendenz hat sich mit dem neuen Album noch verstärkt. Extrem viel ist spontan im Studio entstanden. Insofern hat das (mit dem besten Kreativ-Team) schon was, ja.

MI: In der Listening Session gestern hast du ja erwähnt, dass der etwas poppigere Song «Ambiramus» genau so entstanden ist. Alain wollte schon zusammenpacken, als er fertig war mit seinen Aufnahmen und nochmals zurückgepfiffen wurde.

Chrigel: Hehe, ja genau. Genau solches Zeug meine ich. Das ist cool.

MI: In der erwähnten Pressemitteilung steht auch, dass Ategnatos das bisher beste Elu-Album sei. Das neuste, jüngste Kind hat man bei der Geburt wohl immer am Liebsten. Aber wie siehst du das persönlich. Ist es für dich auch das beste und falls ja warum?

Chrigel: Ich kann das so nicht sagen. Ich finde es definitiv ein wirklich gutes Album. Ich hab mega Freude daran und bin auch stolz drauf, aber für mich selbst – das kann ich aber bei keinem Album sagen, das sind alle meine Alben und ich liebe alle – ist es nicht das Beste. Die Meinungen gehen auseinander. Unser Manager (Oliver Sacchi) zum Beispiel meint das auch (das es das Beste sei). Ihm gefällt es halt am besten. Nicole übrigens auch. Sie findet das auch. Ist halt auch Geschmackssache.

MI: Bei Nicole ist es wohl auch eine emotionale Geschichte. Wie das Ganze nach ihrem Wiedereinstige entstanden ist …

Chrigel: Hm, ich weiss nicht. Ihr gefällt es einfach extrem gut.

MI: Nun, als ich Rebirth zum ersten Mal hörte, dachte ich auch, wow wenn das ganze Album so genial wird … aber ich könnte auch nicht sagen, welches Elu-Album mir bisher am besten gefällt. Es sind ja alle sehr stark. Was mir jetzt aber bei der Listening Session (wir konnten gestern auf der Cruise sechs Songs exklusiv vorab hören – siehe Review) aufgefallen ist, dass der Titelsong aber auch «Black Water Down» extrem bombastisch, episch sind. Was mir vorher bei Eluveitie vorher noch nie so bewusst aufgefallen ist.

Chrigel: OK?

MI: Ist das ein Element, welches mehr dazukam oder intensiviert wurde?

Chrigel: Ich empfinde es nicht so. Für mich war das schon immer sehr wichtig, je nach Song natürlich (überlegt) … OK, bei Ategnatos zum Beispiel haben wir es am Anfang schon sehr stark ausgereizt. Es war für mich jedoch schon immer wichtig. Aber es stimmt natürlich, auf diesem Album ist es schon ein sehr tragendes Element.

MI: Ein sehr düsterer Song ist «Worship». Bei diesem sollte Randy Blythe das gesprochene Intro machen, aber wie du uns gestern erzählt hast, fand er den Song so geil, dass er dann auch grad ins Studio kam und mitgrowlte. Kannst dazu noch mehr erzählen? War das eine Zusammenarbeit, die du schon lange wolltest oder hat es sich einfach so ergeben?

Chrigel: Ja, das hat sich wirklich spontan ergeben. Das war total lustig. Wie sagt man so schön, ein «lucky coincidence» (glücklicher Zufall). Wir hatten das Intro. Ich hatte es in der Pre-Production mit einem Text-to-Voice-Tool gemacht, mit dem du einen Text sprechen lassen kannst. Das war irgendwann mal morgens weiss der Teufel wann und ich sass mit Jonas in der Küche des Studios. Wir haben über das Ding gebrütet und wir waren uns einfach einig. Der Sandy, der schottische Schauspieler, der normalerweise unsere Sachen spricht, der passt hier einfach nicht. Es ist apokalyptisch, düster und dann kommt so der Braveheart daher. Das passt nicht zusammen. Ich sagte ihm, ich stelle mir wie so ein Film vor und ich könnte wir so einen breiten Ami-Akzent gut vorstellen. Einfach das filmmässige braucht es da.

Jonas sah das auch so und wir haben uns dann überlegt, wenn wir so kennen, der passen würde. Wir gingen Musiker und sonst Leute die wir kennen durch. Irgendwann kam dann Randy auf und shit, ja, der würde ja perfekt passen. Aber wir hatten keine Ahnung, was die (Lamb of God) grad machen. Ich hab ihm dann einfach mal geschrieben. Er meinte ja klar, easy. Sie seien eh grad auf Tour. Wir haben dann nachgeschaut und ja «hueregeil», übermorgen sind sie ja in Zürich. Super (lacht). Ja, es hat grad irgendwie gepasst.

MI: In der Pressemitteilung steht auch gleich am Anfang … das muss ich jetzt ablesen: «Wir sind alle aus Archetypen entstanden. Wir SIND Archetypen. Ferne Echos von einem gleichzeitig urzeitlichen und doch edlen Leben. Diese Archetypen zu akzeptieren, nicht nur als Teil des Lebens, sondern als das Leben selbst ist das, was manche Erleuchtung nennen, einen gewissen Seelenfrieden. ELUVEITIE nennen es Ategnatos». Ist noch deftiger Einstieg in eine Medienmitteilung.

Chrigel: Ja, fand ich auch.

MI: Kannst du das in deinen Worten etwas ausdeutschen?

Chrigel: Du, unter dem Strich ist das Album sowieso und soll auch so sein, dass jeder für sich das rausnimmt, was er will. Wenn er überhaupt was für sich rausnehmen will. Für uns war es aber eine recht intensive Erfahrung der lyrischen Erarbeitung. Bis jetzt war es grad bei «Origins» so, dass wir ethologische Sagen halt quasi neu erzählt haben. Ich beschäftige mich ja auf wissenschaftlicher Ebene schon viele Jahre damit. Aber die Weisheiten von damals haben bis heute nichts von ihrem Gewicht und Gültigkeit verloren.

Und aus dieser Überzeugung selber darüber zu meditieren, das war eine sehr intensive Erfahrung. Unter dem Strich geht es immer um das Gleiche, das ist der rote Faden der sich durch das Album (Ategnatos) zieht: Es gibt tatsächlich immer wieder einen Tod, mit dem wir konfrontiert sind. Leider in unserem Leben. In einem allegorischen Sinn – nicht immer, aber wahrscheinlich sogar oft – haben wir die Entscheidung, ob wir uns in den Tod geben wollen oder nicht. Der Tod ist aber auch nie das Ende, sondern mündet immer wieder in eine Wiedergeburt. Die Wiedergeburt kostet aber etwas. Sie kostet den Tod. Das ist nie etwas Einfaches. Es kostet immer ein Loslassen oder was auch immer. Was mir jetzt persönlich aufgefallen ist: der crucial Point ist immer die Angst. Es gibt die Menschen, die es schaffen ihre Angst loszulassen und in den Tod reinzulaufen, über die Klippen zu springen. Und es gibt die, die es nicht schaffen. Um diesen Moment dreht sich das Ganze. Von dem her trifft es die Pressemitteilung eigentlich recht gut.

MI: Du glaubst an die Wiedergeburt?

Chrigel: Eben, in einem allegorischen Sinn. Die Kelten haben ja nicht eine Wiedergeburt gelehrt. Aber Nichtsdestotrotz, in alle diesen Sagen oder Weisheiten, kommt das schon vor. Es geht jedoch um eine Verbannung, um ein Neu werden. Es geht nicht um eine Wiedergeburt im hinduistischen Sinn. Da weiss man klar, was die Kelten für eine Ansicht dazu hatten. Es war nicht ein Gedanken an eine Wiedergeburt (im engeren Sinne). Der Gedanke (im allegorischen Sinn einer Wiedergeburt) ist aber sehr präsent in der Mythologie. Der bezieht sich aber immer auf unser Leben, auf Erfahrungen, die wir im Leben machen.

MI: Auch ein bisschen die Angst vor dem Tod nehmen? Darum geht es ja irgendwie in jeder Religion.

Chrigel: Nein, es geht wirklich um die persönliche Entwicklung.

MI: Aber gleich nochmals, wenn du physisch wiedergeboren werden könntest. In welche Epoche möchtest du neu geboren werden?

Chirgel: I don’t give a shit. Ich hab eh keinen Einfluss darauf, wieso soll ich mir dazu Gedanken machen?

MI: OK. Zu etwas konkreterem. Wir sind ja hier auf der 70’000 Tons of Metal Cruise bzw. Festival. Was macht für dieses Festival aus?

Chrigel: (Überlegt). Das darf ich jetzt fast nicht sagen (zögert).

MI: Wir können es dann immer noch rausstreichen …

Chrigel: Nein, ist nicht so schlimm. Ein bisschen dekadent. Bisher war es immer so, dass wir von einer extrem stressigen Zeit auf diese Cruise kamen (Anm.: Elu sind das Jahr zum Dritten mal dabei). Zum Beispiel wie jetzt von einer Albumproduktion, die grad fertig wurde, mit wenig Schlaf, Nächte durcharbeiten. Du bist ein völliges Wrack. Dann kommst du auf diese Cruise, du müsstest noch tausende Sachen, Deadlines erfüllen, aber alle wissen, du kannst das jetzt nicht, du bist auf der Cruise. Da willst du einfach nur noch was essen und schlafen.

MI: Wobei soweit so gut, ich hab dich jedoch vorgestern mit Nicole morgens um 6 Uhr noch auf dem Pooldeck gesehen … Sind zu viele gute Bands da, dass man doch nicht schlafen kann?

Chrigel: Nein, nein. Wir haben wirklich viel und gut geschlafen.

MI: Aber das ist ja nicht dekadent. Es ist ja dein gutes Recht auch mal zu schlafen.

Chrigel: Das war halt einfach bis jetzt immer das, was ich mit der Cruise verbinde. Weisst du, einfach mal nichts machen. Zum Beispiel eben eine Nacht noch bis morgens um 6 Uhr auf sein und mit Coroner rumhängen, ohne im Hinterkopf zu haben, das und das das das müsste ich noch machen. Das muss bis morgen fertig sein, das bis übermorgen. Das ist schon cool.

MI: Das macht die Cruise auch für die Fans aus. Du kannst dich hier schon fast etwas erholen, was an einem normalen Festival wenn du im Zelt schläfst etc. nicht wirklich der Fall ist. Du hast dein Bett, Dusche, auch wenn es regnet stehst nicht grad im Sumpf.

Ja das wars, die Zeit ist um. Es war wieder Mal sehr cool. Danke Chrigel.

Chrigel: Merci dir.

MI: Ich freu mich sehr auf Ategnatos und wünsch euch ganz viel Erfolg damit, auch auf der kommenden Tour in Südamerika.

Chrigel: Merci vielmal.

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Autor
15.04.2019
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