Freedom Call - Metal (CD Cover Artwork)
Fr, 23. August 2019

Freedom Call – M.E.T.A.L.

Heavy Metal, Power Metal
20.08.2019
Freedom Call - Metal (CD Cover Artwork)

Happy Metal Jubiläums-Party!

Seit nunmehr 20 Jahren versprüht Chris Bay gute Laune mit dem Happy Metal von Freedom Call. 20 Jahre ist es her, seit das Debüt „Stairway To Fairyland“ erschien. Und nun ist es Zeit für Studioalbum Nummer 10 – passend schlicht mit „M.E.T.A.L.“ betitelt.

Freedom Call polarisieren, das ist nichts Neues. Ihre oftmals fröhliche Art kommt bei einigen ach-so-trvuen Metalheads nicht wirklich an. Und doch ist es immer ein grosses Fest und eine Happy Metal Party, wenn das Quartett irgendwo auf einer Bühne steht. Irgendwas machen die Jungs also schon richtig.

Das Besetzungskarussell innerhalb der Band hat sich in den letzten Monaten dafür wieder mal etwas gedreht. Nachdem zuerst Drummer Ramy Ali aus familiären Gründen ausgestiegen war und interimistisch durch Kevin Kott (Masterplan) ersetzt wurde, sitzt nun Timmi Breideband an den Kesseln. Ebenfalls nicht mehr dabei ist Tieftöner Ilker Ersin, für ihn zupft nun Francesco Ferraro an den vier Saiten. Dass diese Wechsel grosse Stiländerungen bewirken könnten, darf bezweifelt werden. Und das ist keinesfalls böse gegen alte oder neue Mitglieder gemeint!

Das 2016er Werk „Master Of Light“ fand ich persönlich insgesamt nicht so stark. Und so bin ich schon gespannt, wie viel Metal nun auf „M.E.T.A.L.“ zu finden sein wird. Ich nehm es vorweg: Das neue Album ist deutlich stärker…

Nun, das Schema bei Freedom Call ist altbekannt. Daran ändert sich auch im zwanzigsten Jahr nichts. Die Songs sind Ohrwürmer, Mitsing-Hymnen, gute Laune versprühend – also genau das, was man bei den Nürnbergern erwartet! Der Opener „111 – The Number Of The Angels“ gibt da die Marschrichtung vor, da werden Erinnerungen an Tracks wie „Union Of The Strong“ wach. Beim folgenden „Spirit Of Daedalus“ drückt die Truppe ein erstes Mal ziemlich aufs Gaspedal, hier darf man durchaus auch den Vergleich zu „Heart Of A Warrior“ ziehen. Bei beiden Songs kommt die Band mit (für ihre Verhältnisse) erstaunlich wenig Keyboards aus.

„M.E.T.A.L.“ ist dem geneigten Fan wohl schon länger bekannt, der Titeltrack wurde ja bereits als Single ausgekoppelt. Ein typischer Stampfer, der Text trieft vor Klischees – die Szenepolizei wird’s hassen. Den Fans darf das hingegen egal sein, denn im Endeffekt ist das schon ein recht geiler Song, der live für mächtig Stimmung sorgen dürfte!

Unter den insgesamt elf Tracks des Albums findet sich natürlich noch weiteres Ohrfutter für Happy Metaller. „The Ace Of The Unicorn“ ist ein weiteres Beispiel, bei dem die Fans Freudensprünge machen werden. Das schnelle „Fly With Us“ startet mit kurzem Drumsolo und artet aus in eine Hommage an das grossartige „Ages Of Power“. Auch das herrlich kitschige „One Step Into Wonderland“ sorgt bei mir für ein seliges Grinsen und mitsummen.

Gegen Ende des Albums geht dann allerdings etwas die Luft aus. Da plätschert der eine oder andere Track irgendwie etwas vor sich hin. Durchhalten bis zum Schluss lohnt sich dennoch – denn einmal mehr ist der Abschlusstrack eine Perle. „Sole Survivor“ reiht sich problemlos in die Gilde von „Far Away“, „A Perfect Day“ oder dem auch heute noch im Live Set vorhandenen „Power & Glory“ ein und sorgt damit für ein versöhnliches Ende.

Das Fanzit Freedom Call – M.E.T.A.L.

Mit „M.E.T.A.L.“ finden Freedom Call zurück zu alten Stärken! Und vielleicht habe ich den Neulingen vorhin doch Unrecht getan? Vielleicht ist es genau das frische Blut, welches Chris und sein Langzeitbuddy / Gitarrist Lars Rettkowitz gebraucht haben? Das zehnte Album in der doppelt so langen Karriere ist jedenfalls sicher nicht das schwächste! Zugegeben: An „Eternity“ oder „Crystal Empire“ vermag das neue Werk zwar nicht zu kratzen. Doch als Gesamtwerk überzeugt es problemlos. Ich habe zudem das Gefühl, dass der Einsatz der Keyboards runtergeschraubt wurde, was den „Kitsch-Faktor“ etwas aus dem Sound rausnimmt. Das tut den Songs zweifellos gut.

Alles in Allem somit ein Album, bei welchem die Fans der Nürnberger Happy Metaller blind zugreifen können, das gibt 8 von 10 Punkten.

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Video Freedom Call – M.E.T.A.L.


Album Review Bewertung

Autor Bewertung: 8/10



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20.08.2019
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