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Carcass – Despicable (Cover Artwork)
Fr, 30. Oktober 2020

Carcass – Despicable

Death Metal
26.10.2020
Carcass – Despicable (Cover Artwork)

Verzichtbar

Die Grind-Anfänge von Carcass sind Kult, egal, ob man die Musik nun mag oder nicht. Als dann „Tool Of The Trade“ herauskam, fiel vielen die Kinnlade runter. Heute werden die Briten wegen dieser EP von einigen als die Erfinder des Melodic Death Metal bezeichnet, auch wenn Walker, Steer & Co. es differenzierter sehen.

„Swansong“ war wieder so ein eigentümliches Ding. Es tönte nach Death n‘ Roll, wusste viele zu begeistern und läutete zudem eine längere Schaffenspause ein. Die Meldung des Rückkehralbums „Surgical Steel“ von 2013 weckte viele Hoffnungen. Einige sprachen davon als eins der besten der Diskografie. Ich fand es vorhersehbar und vergass es schnell wieder.

Sieben Jahre später kommt „Despicable“ auf den Markt, erneut begleitet von Erwartungen, die zu einer Anhäufung von Ahs und Ohs in den sozialen Medien führen. Das erste Lied „The Living Dead At The Manchester Morgue“ ist in der Tat ein Lehrstück in Sachen Technik und Death Metal, das vielversprechend tönt. Ich bin darum überrascht, als ich dreissig Minuten später mich erwische, wie ich in der Stille vor dem PC herumtrödle. Die Spielzeit ist längst vorüber, aber ich habe von den restlichen Liedern nicht gross etwas mitbekommen.

Was soll das, liegt es am Alter? Konzentrationsstörungen? Nein. Nach weiteren Anläufen wird mir bewusst, dass die folgenden Songs nach und nach schleppender, ja fast träge werden. Einige Melodien machen sich breit, aber damit ist die Geschichte in etwa zu Ende. Die Kompositionen sind zwar aufwendig strukturiert, haben manchmal einen progressiven Touch, ihre Soli liebäugeln mit dem Heavy Metal der Siebziger und Achtziger Jahren, das Ergebnis ist dennoch fade, trocken und holzig. Carcass scheinen an „Necroticism“ anknüpfen zu wollen, tun es aber ohne Schwung, vergessen zudem den Hörer abzuholen und ihn mit Aha-Momenten zu überraschen.

Das Fanzit Carcass – Despicable

„Despicable“ hat ein einziges Highlight: Das erste Lied. Alles andere ist OK, kann sich aber nicht entscheiden, wohin die musikalische Reise gehen soll und so antriebslos kommt es rüber. Die EP ist nur für Fans, die eine komplette Band-Diskografie im Regal stehen haben möchten.

Ab Release reinhören und portofrei bestellen

Trackliste Carcass – Despicable

  1. The Living Dead At The Manchester Morgue
  2. The Long And Winding Bier Road
  3. Under The Scalpel Blade
  4. Slaughtered In Soho

Video Carcass – The Living Dead At The Manchester Morgue


Album Review Bewertung

Autor Bewertung: 6/10



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26.10.2020
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