Hell Hounds - Paint The World (CD Cover Artwork)
Di, 29. August 2017

Hell Hounds – Paint The World (EP)

Power Metal, Symphonic Metal
03.09.2017
Hell Hounds - Paint The World (CD Cover Artwork)

Gelungenes Debüt der kanadischen Höllenhunde

Wir Schweizer sind bekanntlich überall auf der Welt zu Hause. Auf Reisen trifft man nur allzu oft in den hintersten Ecken des Planeten auf Landsleute. Das Abenteuer «Auswandern» hat vor einer Weile auch die Sängerin Viviana «Aaren» H. in Angriff genommen.

Sie lebt inzwischen Kanada. Seit Juli 2013 ist sie ein Mitglied der Symphonic/Power Metal-Band Hell Hounds. Die Band stammt aus Regina – der Hauptstadt der kanadischen Provinz Saskatchewan. Unter anderem durften sie sich auch schon im Vorprogramm von Unleash The Archers beweisen. Ende August dieses Jahres soll nun endlich die erste EP der Höllenhunde erscheinen. Dieses Debüt werde ich für euch in der nachfolgenden Plattenkritik etwas genauer unter die Lupe nehmen.

DAS ALBUM bzw. DIE EP – «Paint The World»

Der längste Track der Mini-Scheibe macht den Anfang. «Far Away» dauert ganze 05:09 Minuten. Zu Beginn ist markantes Keyboard-Geklimpere von Brad Korol zu hören. Nach dem rund 30 sekundenlangen Aufwärmprogramm wird dann ordentlich aufs Gas gedrückt. Ryan «Bennie» Bennett trommelt äusserst munter auf seiner Schiessbude herum. Für den eigentlichen Genuss sorgt allerdings Viviana mit ihrem fantastischen und angenehmen Gesang. Musikalisch orientieren sich Hell Hounds sicherlich an Grössen wie Epica oder Nightwish. Ihre Frontdame verfügt jedoch über eine eigenständige Stimme. So muss man dann auch gar nicht erst allfällige Klon-Vorwürfe ins Rennen schicken. Ein grundsolider Auftakt in diese EP.

An zweiter Position folgt der Titel-Track. Hier gibt der Kollege am Tasteninstrument ebenfalls Vollgas. Holla die Waldfee! Der geht ja ab! Dazu gesellen sich ein paar böse Riffs von der Saitenköniginnen-Fraktion bestehend aus Joseph Maciag, Ryan Pawelko und Alex. Am Mikro macht die einzige Dame der Truppe nach wie vor einen tollen Job. Die Nummer dürfte sicherlich problemlos die eine oder andere Nackenmuskulatur der Zuhörerschaft anregen. Das Solo im letzten Song-Drittel ist ebenfalls äusserst ansprechend und mitreissend. Temposünder bleibt aber unangefochten Keyboarder Brad.

«New Land» startet mit ziemlich interessantem Gitarrenspiel. Da treffen in einer speziellen Symbiose orientalische auf metallische Klänge. Dann die unerwartete Überraschung: Da sind tatsächlich kurzzeitig Growls zu hören. Ich kann nicht genau zuordnen, wer diese von sich gibt. Im Verdacht habe ich jedoch Viviana. Falls das stimmt, dann gebührt ihrer stimmlichen Variation ein grosses Kompliment. Gitarren und Keyboard sind ein weiteres Mal rasant unterwegs und liefern sich energiegeladene Solo-Duelle. Einen eindeutigen Sieger gibt es jedoch nicht. Der Track macht richtig Laune und ist dann aber gleichzeitig für meinen Geschmack etwas zu rasch zu Ende.

Das kürzeste Lied der EP kommt auf eine Spielzeit von 03:52 Minuten und hört auf den Namen «Human After All». Unermüdlich hämmert Ryan auf seinen Drums herum. Der Fokus liegt aber schon bald wieder auf Viviane. Abermals treffen klargesungene Passagen zwischendurch auf Growls. Markant sind zudem die Keyboard/Piano-Klänge. Das Wörtchen langsam scheint der Band offenbar kein Begriff zu sein – was mich allerdings nicht sonderlich stört.

Den Abschluss bildet das Stück «Vastness Of The Mind». Erneut eine wunderbar vorgetragene Symphonic Metal-Nummer. Headbangen ist auch hier ein absolutes Muss. Das schnelle Getrommle reisst den Zuhörer geradezu mit. Dazu kommt der einmal mehr ausgezeichnete Gesang der Bandleaderin. Ein fulminantes Finale für diese Mini-Platte, wow!

FAZIT

Hell Hounds servieren uns auf ihrem Debütwerk fünf coole und kraftvolle Hymnen. Sie setzen nicht bloss auf die symphonische Schiene, sondern wagen auch ab und an einen Ausflug in die Gebiete des Power und teilweise sogar des Melodic Death Metal. Viviana «Aaren» H. verfügt über ein geniales Stimmorgan und auch ihre männlichen Kollegen verstehen ihr jeweiliges Handwerk bestens. Da darf man dann durchaus auf die erste «full-length» Scheibe gespannt sein. Auftritte auf Schweizer Bühnen werden hoffentlich auch bald einmal zum Thema.

Trackliste Hell Hounds – Paint The World (EP)

  1. Far Away
  2. Paint The World
  3. New Land
  4. Human After All
  5. Vastness Of The Mind

Line Up – Hell Hounds 

  • Ryan Pawelko – Lead guitars
  • Brad Korol – Keyboards
  • Viviana “Aaren” H. – Vocals
  • Joseph Maciag – Bass, live vocals
  • Alex – Rhythm guitars, live vocals
  • Ryan “Bennie” Bennett – Drums

Video Hell Hounds – Paint The World


Album Review Bewertung

Autor Bewertung: 7.5/10



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03.09.2017
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