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Züri Gmätzlets Vol. 1 - Dynamo Zürich 2022
Sa, 12. März 2022

Züri Gmätzlets Vol. 1 – Demolition Hammer, Memoriam u.m.

Dynamo (Zürich, CH)
28.03.2022
Züri Gmätzlets Vol. 1 - Dynamo Zürich 2022

Endlich wird Gmätzlet!

Was mussten wir uns Gedulden für diesen Event… Ticket Ende 2019 gekauft und auf den 7. März 2020 gefreut. Eine erste Verschiebung auf den 13. März 2021, erneute Verschiebung auf 2022 und ein deutlich durcheinander gewirbeltes Line-Up waren die nächsten Kapitel dieser fast unendlichen Geschichte. Nun war es aber endlich soweit mit Züri Gmätzlets Vol. 1!

Von den ursprünglich angekündigten Bands sind Schlussendlich „nur“ Demolition Hammer, Misery Index und Rotten Sound am Start. Der ursprüngliche Headliner Napalm Death, Eye Hate God und Bat waren bereits früher vom Line-Up verschwunden, und kurz vor dem Event mussten schliesslich auch noch die Singapurer Wormrot aufgrund von Problemen mit ihren Flügen absagen. Dafür sind Memoriam, Cytotoxin, Oral Fistfuck und Smog als weitere Bands dazugekommen.

Klar hätte ich besonders Napalm Death auch gerne wieder einmal live gesehen, da ich aber auch das aktualisierte Line-Up mehr als ansprechend finde, verstehe ich die ganzen Internet-Nörgler nicht ganz. Durch die vielen Verschiebungen ist mit so etwas einfach zu rechnen. Wenn sogar ich als Fan bereits ein riesiges Termin-Problem habe und zum Beispiel heute auch noch Tickets für eine andere Show hätte, wird das für Veranstalter und Bands definitiv noch schwieriger. Und alle kann man sowieso nie zufrieden stellen…

Nachdem wir bereits beim Meh Suff-Winterfestival im Januar wieder einmal so ein bisschen Festival-Luft schnuppern durften, reisen wir voller Vorfreude wieder ins Dynamo, und das bei bestem Wetter! Als kleines «Warm Up» waren wir gestern in der Met Bar bei Deserted Fear und Hailstone. Ein guter Test für die leicht eingerostete Nackenmuskulatur, welche diesen aber mit Bravour bestanden hat. Für zwei Bands reicht es also noch, mal schauen wie es bei einem solchen Programm wie heute aussieht.

Da es bei sieben Live-Acts logischerweise ziemlich früh anfangen muss damit man mit allen Gruppen durchkommt, verpassen wir leider die eröffnenden Smog. Das abgeben der Jacke wird aber schnell erledigt, die Garderobe sieht definitiv noch nicht nach vollem Saal aus. Beim kurzen Abstecher in den Merch-Raum fällt aber sofort die grosse Schlange beim Demolition Hammer-Stand auf. Und auch die Festival-Shirts scheinen einiges Interesse zu wecken. Wieso die für einen läppischen Fünfliiber verkauft werden, erschliesst sich mir aber nicht so ganz. Bis auf Wormrot stimmt das Line-Up auf der Rückseite, ist also nicht das ursprüngliche von 2020. Ich muss leider trotz Top-Preis verzichten, da ich einfach nicht in ein XL passe. Liebes Meh-Suff Team, wie wärs beim nächsten Mal mit XXL? Ich appelliere an euer Herz für Menschen mit ein klein wenig mehr Bauchumfang 😉

Cytotoxin

Pünktlich zur zweiten Band stehen wir mit einem Bierchen ausgerüstet vor der Bühne. So richtig voll ist der Saal zu Beginn noch nicht, deswegen kommt man noch problemlos ziemlich weit nach vorne… Die Sachsen von Cytotoxin sind mir zwar bekannt, live hatte ich aber noch nie das Vergnügen. Frontmann Grimo betritt die Bühne mit Giftfass und Gasmaske. Als er sich der Maske entledigt hat und der erste Track losgeht, fällt sofort das etwas zu leise Mikrofon auf. Besonders bei den Ansagen zwischen den Stücken muss man richtig die Ohren spitzen, um den durchaus sympathischen Ansagen folgen zu können.

Beim zweiten Song sind die anderen Bandmitglieder mit Gasmaske tragen dran. Gerade für den Drummer stelle ich mir das noch ziemlich schweisstreibend vor so zu spielen… Passt aber optisch gut zum ganzen Tschernobyl-Thema, das in den letzten Tagen leider aus anderen Gründen wieder aktueller ist als es uns allen lieb sein kann.

Musikalisch bietet die Band soliden Brutal Death Metal mit einigen Slam-Elementen. Die Vocals wissen bis auf die Lautstärke zu gefallen. Grimo hat nicht nur die tiefen Growls super drauf, sondern auch die immer wieder eingestreuten Pig Squeels. Und für die ganz besonderen Geräusche nimmt er auch mal den komplette Mikrofon-Kopf in den Mund. Mit Hilfe eines Strassen-Schildes «Kreisverkehr» wird schnell der erste Circle Pit gefordert – eine Aufforderung, welcher das Publikum nur zu gerne nachkommt. Bei diversen vom Sänger als «Tanzlieder» angekündigten Stücken ist doch schon einiges an Bewegung zu sehen im unterdessen mehr als ordentlich gefüllten Saal. Auch eine Wall Of Death gibt es bereits zu bestaunen. Nicht schlecht für die frühe Uhrzeit!

Auf Metal Archives ist bei der Besetzung von Cytotoxin ein zweiter Gitarrist mit aufgeführt, heute sind die Jungs aber nur zu viert hier. Als dann die eine Klampfe kurzfristig streikt, fällt das natürlich umso mehr auf, und auch sonst würde eine zweite Gitarre dem Sound definitiv nicht schaden. Aber auch so bieten die Ossis eine gute Show, welche nach etwas mehr als 40 Minuten ein bisschen zu früh aufhört, gemäss Running Order wären 45 Minuten drin gelegen. Zum Aufwärmen reicht es aber auch so. Gelungener Auftakt.

Rotten Sound

Bei den Finnischen Grindcore-Urgesteinen – gegründet wurde die Band bereits 1993 – ist die Halle bereits zu Beginn des Konzerts um einiges voller als bei den Ostdeutschen Kollegen direkt vorher. Was aber leider nicht gross geändert hat, ist die Lautstärke beim Mikrofon… Die Ansagen von Frontmann Keijo «G» Niinimaa sind nun wirklich praktisch gar nicht mehr zu verstehen, und auch währen den Songs dürften die Vocals zumindest für meinen Geschmack gerne etwas lauter sein. Schade.

Der Stimmung tut das aber erfreulicherweise keinen Abbruch – im Gegenteil! Bereits ab dem zweiten Stück ist ein riesiger Pit am Toben, welcher während der ganzen Show eigentlich immer im Bewegung ist. Da gibt es wohl auch für grosse Teile des Publikums noch einiges nachzuholen nach langer Durststrecke.

Die Band bietet klassischen Grindcore. Schnelle und relativ kurze Tracks sind angesagt. Die Spielzeit von 45 Minuten, welche perfekt genutzt wird, reicht so für eine 23-Song-Setliste. Respekt! Sehr abwechslungsreich ist das natürlich nicht, wir sind aber schliesslich auch nicht bei einer Progrock-Show. Bei Grindcore muss das einfach ein Stück weit so sein.

Und musikalisch wissen die Jungs durchaus zu gefallen. Besonders Drummer Sami Latva spielt nicht nur unglaublich tight, sondern streut auch immer mal wieder technische Finessen ein, die staunen lassen. Dem stehen auch die Mit-Musiker in nichts nach, und so vergeht die Dreiviertelstunde beinahe wie im Flug. Die Jungs können sich zum Schluss jede Menge hochverdienten Applaus abholen. Ein guter Auftritt.

Setliste – Rotten Sound

  1. The Effects
  2. DTK
  3. Lazy Asses
  4. Inhumane Treatment
  5. Self
  6. Power
  7. Targets
  8. Lies
  9. Slay
  10. WC
  11. Plan
  12. Fear Of Shadows
  13. Brainwashed
  14. Choose
  15. Salvation
  16. Trashmonger
  17. Doomed
  18. Koiranyrjö
  19. Decay
  20. Sell Your Soul
  21. Corponation
  22. Blind
  23. GDP

Misery Index

Als nächstes sind Misery Index aus Baltimore, Maryland an der Reihe. Der Saal ist erneut sehr gut gefüllt, der Ruf als exzellente Live-Band eilt den Amis voraus. Und hier spielt nun auch mal der Sound ziemlich von Beginn weg mit. Ist das Mikro von Sänger/Gitarrist Mark Kloeppel ganz zu Beginn noch etwas leiser als das seines Partners an Vocals und Bass, Jason Netherton, gleicht sich das noch während des ersten Songs an.

Es fällt aber auf, dass die Band heute nur zu dritt auf der Bühne steht. Wie Mark, welcher praktisch alle Ansagen übernimmt, nach ein paar Songs erzählt, konnte der zweite Gitarrist Darin Morris aufgrund Corona-Reiserestriktionen nicht mitkommen. Aber davon merkt man ehrlich gesagt gar nicht viel. Auch als Powertrio funktioniert die Gruppe sehr gut! Das Zusammenspiel von der singenden Saitenfraktion und Drummer Adam Jarvis (welcher ein Shirt «unserer» Schweizer Band Triptykon trägt) ist sehr beeindruckend.

Im Mittelpunkt der Setlist steht nicht etwa das noch aktuelle Album «Rituals Of Power» von 2019, welches immerhin mit 2 Tracks vertreten ist. Ganze 5 Songs die heute gespielt werden stammen vom «Heirs To Thievery»-Longplayer von 2010. Eine gute Wahl, handelt es sich dabei doch um eines der besten und auch bei den Fans beliebtesten Alben der Gruppe. Aber auch ältere Releases werden berücksichtigt, bis zurück zur ersten EP «Overthrow» von 2001. Und als ganz spezielles Highlight gibt es mit «Infiltrators» auch bereits einen Song vom neuen Album «Complete Control», welches am 13. Mai 2022 erscheint. Da mit «The Eaters And The Eaten» ein anderer Track als Video ausgekoppelt wurde (zum Video), kennen nun Züri Gmätzlets-Besucher sogar schon zwei der neuen 9 Nummern. Zumindest bei mir ist die Vorbestellung gemacht…

Die Band liefert einen wirklich verblüffend starken Auftritt ab, und das Publikum steht dem in nichts nach. Von Anfang bis Ende der knapp 50-minütigen Spielzeit ist einiges an Bewegung auszumachen. Richtig gute Stimmung zu einem grandiosen Auftritt, da stimmt nun wirklich alles!

Was man von der Bierzapf-Anlage hier leider nicht behaupten kann. Das arme Barpersonal tut was es kann, aber bei ausverkauftem Haus bilden sich im Dynamo trotzdem immer ziemlich lange Schlangen. Die Idee mit dem Bierstand im Merch-Bereich ist deswegen wirklich super, wenigstens da kommt man meistens relativ fix zu Nachschub.

Setliste – Misery Index

  1. Embracing Extinction
  2. The Carrion Call
  3. The Great Depression
  4. Ruling Class Cancelled
  5. Sleeping Giants
  6. The Spectator
  7. New Salem
  8. The Choir Invisible
  9. Infiltrators (New Song)
  10. You Lose
  11. Manufacturing Greed
  12. Traitors

Memoriam

Nun stehen wahre Legenden auf dem Programm! Memoriam aus Birmingham haben mit dem ehemaligen Bolt Thrower-Sänger Karl Willetts nicht nur einen der legendärsten Frontmänner im Death Metal in seinen Reihen. Auch Bassist Frank Healey (u.a. Sacrilege, ex-Benedicition), Gitarrist Scott Fairfax (u.a. Massacre) und Drummer Spikey T. Smith (u.a. Sacrilege) sind alles andere als unbeschriebene Blätter in der Szene.

Dies ist aber nicht immer nur ein Vorteil für die Gruppe, wird doch automatisch alles was veröffentlicht wird und auch die Live-Auftritte mit den teilweise übermächtigen Vorgängerbands verglichen. Gerade im Fall von Bolt Thrower ist dies ein sehr harter Vergleich, der fast nicht gut ausgehen kann. Ich selbst habe die legendären Bolzenwerfer leider nie Live erleben dürfen, kann also unbelastet an die Sache rangehen. Auch die Alben von Memoriam gefallen mir durchaus. Besonders die aktuelle Scheibe «To The End» ist bei mir letztes Jahr öfters gelaufen. Dementsprechend freue ich mich sehr auf diesen Auftritt.

Die Engländer scheinen sich definitiv auch auf die Show zu freuen. Besonders Karl trägt ein breites Grinsen auf dem Gesicht als er die Bühne betritt. Kurze Aufregung kommt auf, als beim zweiten Stück «Onwards Into Battle» die Gitarre ausfällt. Schnell ist aber ein Roadie auf der Bühne, der für funktionierenden Ersatz sorgt.

In der ersten Ansage nach dem Song sagt Fronter Willetts, es sei zwar schön Covid überstanden zu haben, aber umso trauriger, dass man nun knapp vor dem dritten Weltkrieg stehe. Auch sonst kommt der ansonsten gut gelaunte Brite immer mal wieder auf die Ukraine zu sprechen in seinen Ansagen. Die Reaktionen darauf im Saal sind aber eher verhalten, auch ein «Fuck Putin, Free Ukraine» sorgt nicht für riesiges Feedback.

Generell ist das Publikum im Vergleich zu den letzten beiden Shows eher etwas reserviert. Klar, musikalisch liefern Memoriam auch weniger «Moshpit-Futter» als Misery Index oder Rotten Sound. Trotzdem wirkt die Crowd zu einem grossen Teil fast ein bisschen lahm. Was aber glücklicherweise nicht für die Band gilt, denn diese gibt bei ihrem ersten Auftritt ausserhalb des Vereinigten Königreiches seit der Pandemie definitiv alles. Der sehr „oldschoolige“ Death Metal von Memoriam ist aber musikalisch schon ein bisschen Exotisch im heutigen Programm. Die meisten anderen Bands spielen schneller und härter.

Karl entledigt sich für den letzten Track noch seines Shirts und kommt aus dem Strahlen nicht mehr raus. Für mich bleibt am Ende ein guter Auftritt einer sehr sympathischen und gut gelaunten Band, mit dem das Publikum leider nicht ganz mithalten kann. Von mir gibt es trotzdem einen dicken Daumen nach oben!

Setliste – Memoriam

  1. Undefeated
  2. Onwards Into Battle
  3. War Rages On
  4. Resistance
  5. This War Is Won
  6. To The End
  7. As Bridges Burn
  8. Flatline

Demolition Hammer

Der Moment, auf den ein Grossteil des Publikums heute gewartet hat, ist endlich da! Demolition Hammer aus New York betreten die Bühne – und dass sogar etwas zu früh. Würde es gemäss Running Order um 21.45 Uhr losgehen, legen die Amis schon kurz nach 20 vor 10 los. Dementsprechend schwappt eine richtige Welle durch den Saal. Wer nicht – wie wir – schon hier ist, versucht so schnell es geht möglichst weit nach vorne zu kommen.

Und auch die Band legt los wie die Feuerwehr! Trotz eher etwas gesetzterem Alter auf der Bühne, wird das Gaspedal hier von Anfang an durchgedrückt. Besonders Gitarrist James Reilly beeindruckt nicht nur mit ausgesprochen spezieller Gesichts-Frisur (Modell Seehund) und tightem Spiel, sondern ist auch sonst eine absolute Rampensau. Da wird viel Bewegung und Gesichtsakrobatik geboten. Frontmann Steve Reynolds hält sich da eher etwas zurück, was auch kein Wunder ist: wenn man Bass und Gesang übernehmen muss, ist die Bewegungsfreiheit automatisch etwas begrenzt. Seine Ansagen sind eher kurzgehalten, trotzdem wird das F-Wort so viel wie nur irgendwie möglich darin untergebracht. Dutti hatte mich diesbezüglich schon vorgewarnt, siehe auch Festival-Review zum Party.San 2017.

Die Amis haben sich nach längerer Pause erst 2016 wieder für Live-Auftritte zusammengetan. Bei der Setliste verlässt man sich komplett auf die legendären ersten beiden Alben «Tortured Existence» von 1990 (5 Songs) sowie «Epidemic Of Violence» von 1992 (6 Songs). Der einzige Longplayer der sonst noch veröffentlicht wurde, «Time Bomb» von 1994, wird gar nicht berücksichtig.

Dies scheint aber auch nicht nötig zu sein, das Publikum rastet praktisch bei jedem Lied komplett aus. Die Stimmung hat nun definitiv den Höhepunkt erreicht, die lange Schlange beim Merchstand war wirklich kein Zufall. Moshpits, Headbangen von ganz hinten bis ganz vorne im Saal und sogar vereinzelte Crowdsurfer begleiten die komplette Stunde Spielzeit. Und auch sonst merkt man, dass viele der Gäste Extra für diese Show gekommen sind.

Für mich persönlich gibt es ganz ehrlich gesagt noch legendärere und bessere Thrash-Acts von Ende 80er / Anfangs 90er. Aber auch ich kann mich der Energie heute definitiv nicht entziehen. Es wird Zeit, die alten Alben der Gruppe mal wieder aufzulegen. Ein sehr guter Auftritt und ein weiteres grosses Highlight am heutigen Abend!

Setliste – Demolition Hammer

  1. Skull Fracturing Nightmare
  2. Crippling Velocity
  3. .44 Caliber Brain Surgery
  4. Epidemic Of Violence
  5. Neanderthal
  6. Carnivorous Obsession
  7. Hydrophobia
  8. Omivore
  9. Infectious Hospital Waste
  10. Human Dissection
  11. Aborticide

Oral Fistfuck

Für den Abschluss des heutigen Abends sind Oral Fistfuck aus Winterthur zuständig. Demolition Hammer-Fronter Steve hat sich bei einer seiner letzten Ansagen noch köstlich ab dem Bandnamen amüsiert. Musikalisch wird aber natürlich ganz etwas anderes geboten als zuvor: die Jungs spielen Brutal Death Metal und schrauben die Härte nochmals etwas nach oben.

Leider interessiert das aber scheinbar nur noch einen Bruchteil der Gäste. Der Platz vor der Bühne hat sich bereits direkt nach dem Thrash-Abriss zuvor sehr stark geleert. Schade, eigentlich hätte ich gedacht, dass durch die (zumindest Kantonal gesehen) lokale Band etwas mehr Leute hier bleiben würden…

Fronter Gabriel und seine Hinterleute legen sich trotzdem mächtig ins Zeug und lassen die Wände des Dynamos noch ein letztes Mal heute Abend so richtig erzittern. Auch die noch Anwesenden mobilisieren die letzten Kräfte, so das zumindest ganz vorne im Saal etwas Bewegung und Stimmung entsteht.

Allerdings dauert das Ganze nicht sonderlich lange, bereits eine Viertelstunde vor Ende des (eigentlich für Wormrot geplanten) Slots verabschieden sich die Oral Fistfucker bereits vom Publikum. Gut für uns, da wir sowieso langsam aber sicher los müssen um unseren Zug nicht zu verpassen. Schade für die Band, das sie nicht vor mehr Leuten spielen konnten. Trotzdem ein würdiger Abschluss eines tollen Abends.

Setliste – Oral Fistfuck

  1. Starless
  2. What A Mess
  3. Thirst That Last
  4. Träume im Hexenhaus
  5. Nuclear Powered Pentagramm
  6. A New God Of Wrath

Das Fanzit – Züri Gmätzlets Vol. 1

Ein weiterer gelungener Event vom Meh Suff-Team ist Geschichte. Der ganze Abend war wie immer gut organisiert, und auch die Bands wussten zu gefallen. Für mich waren Misery Index die Tagessieger, aber auch alle anderen Auftritte wussten zu gefallen. Die grosse Freude von Memoriam, die Stimmung bei Demolition Hammer, die spielerische Klasse von Rotten Sound – wahrlich ein Abend voller Highlights. Das Züri Gmätzlets – geiler Name übrigens – Vol. II ist jedenfalls gross in der Agenda eingetragen am 4. März 2023. Hoffentlich klappt es dann auch wirklich mit Napalm Death, um die unendliche Geschichte noch zu einem richtigen Abschluss zu bringen…


Wie fandet ihr das Festival?

28.03.2022
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