Aktuelle Aktion EMP
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Powerwolf - KiFF Aarau 29. Dezember 2013 - Foto: Sabi
So, 29. Dezember 2013

Powerwolf, Majesty, Gonoreas

KiFF (Aarau, CH)
06.01.2014

Hühnerhaut am Sack

Am letzten Sonntag des Jahres liess es Metal-Mayhem im Kiff nochmals so richtig krachen und lud zu einem Power Metal Meeting ein, das Hühnerhaut am Sack erzeugte, True as Steel war, dass Manowar abschmiert und nach Ricola Seitens Attila von Powerwolf verlangte.

Schon bei meine Eintreffen liess sich erahnen, dass dieser Abend heiss würde, denn die Schlange vor der Eingangstür deutete auf ein ziemlich volles Kiff hin. Und wer den Club kennt, weiss, dass auch im Winter die Raumtemperatur schnell nach oben klettert. Nach einem etwas mühsamen Anstehen, an dem doch kalten Abend, ging’s dann plötzlich schnell vorwärts und ich befand mich schon Mitten im Gedränge vor der Bühne.

Gonoreas

Die Schweizer Gonoreas hatten das Vergnügen den Abend zu eröffnen. Die Jungs liessen auch nichts anbrennen und heizten den anwesenden Metalheads sofort ein. Ihr Power Metal dröhnte, trotz einer Gitarre, da Larry vor einem Monat den Austritt gab, druckvoll aus den Boxen. Damir (Guitar) und Pat (Bass) posten als gäbe es kein Morgen mehr und Leandro (Vocals) feuerte das Publikum immer wieder an. Licht und Sound stimmten und die Stimmung im fast ausverkauften Kiff war super. Für Überraschung sorgte Leandro, als er ein Mädel das Geburtstag hatte, auf die Bühne zog und ihr einen Song widmete. Die Dame stand sichtlich berührt auf der Bühne und wusste nicht so recht was sie zu „Bang Your Head“ machen sollte, hielt den Song tapfer durch um danach blitzschnell wieder im Publikum zu verschwinden. Nach 30 Minuten und einem Topauftritt verliessen die Jungs unter tosendem Applaus die Bühne.

Majesty

Das mit Majesty (DE) keine unbekannte Band die Bühne betritt, war spätestens beim Applaus der ausbrach, als die Jungs die Bühne betraten und die ersten Töne von „Metal Law“ erklangen, klar. Die Deutschen die von 2008 – 2011 unter dem Namen Metal Force unterwegs waren und dieses Jahr zwei Alben auf den Markt brachten, zeigten sich als äusserst sympathische und spielfreudige Band. Die Stimmung steigerte sich sofort in den oberen Bereich, Fäuste und Horns zeigten Richtung Bühne, die Refrains wurden mitgesungen, Köpfe wurden geschüttelt und Publikum und Band hatten sichtlich Spass. Majesty überzeugten mit True as Steel-Metal der alten Schule, der alle Klischees erfüllte und Manowar dagegen alt aussehen lässt. Ob „Time For Revolution“, „Heavy Metal Battlecry“ oder „Metal Union“, die Fans rockten vom ersten bis zum aller letzten Song mit. Man muss kein grosser Fan der Band sein um bei den Refrains mit zu singen, denn die eingängigen Texte bleiben schon bei eimaligen Hören hängen. Einziger Minuspunkt meiner Meinung nach war, der etwas dünne Gitarrensound bei den Soli. Etwas mehr Druck hätte es durchaus vertragen. Aber sonst ein absolut gelungener und kurzweiliger Auftritt der allen Spass machte und schwer zu toppen sein würde.

Powerwolf

Doch Powerwolf toppte es! Auf die Wölfe hatte der grosse Teil der Anwesenden gewartet. Schon beim ersten Song „Sanctified With Dynamite“ gab es kein Halten mehr im Publikum und die Meute ging ab, als hätten sie Hummeln im Arsch. Das Bühne-Deko war wie gewohnt im Kirchenstyle gehalten, das Bühnenlicht setzte die richtigen Akzente und Attila stolzierte mit Priestergewand und Weihrauchfass auf die Bühne. Für einen kurzen Moment war ich der Ohnmacht nahe, ab dem Gestank des Weihrauches, der dem Fass entströmte, dass knappe 20 cm vor meiner Nase hin und her gewedelte wurde. Pfui Deibel!! Zum Glück wurde das gute Teil, schnell wieder von der Bühne gebracht. Powerwolf hatte von den ersten Sekunden an die Metalheads im Griff. Songs wie „Amen And Attack“, „All We Need Is Blood“ oder „We Drink Your Blood“ wurden textsicher mitgesungen. Circle Pits entstanden, ein Crowd Surfer wurde gesichtet und keiner konnte ab dieser Energie, die hier freigesetzt wurde noch ruhig stehen.

Attila Dorn (Vocals) führte gekonnt mit seinem rumänischen Akzent durchs Set und war auch einem Spässchen nicht abgeneigt. Auf den Ruf eins Fans „wer hat es erfunden“, folgte prompt die Forderung von Attila nach einem Ricola, dass ihm aber niemand bieten konnte. Darauf klärte Herr Pfarrer die Damenwelt über Hühnerhaut am Sack auf, die Eier zu verrunzelten Äpfel werden lässt und stimmte zu „Coleus Sanctus“, was so viel wie „Heiliger Hodensack“ bedeutet, an. Falk Maria Schlegel dessen Platz hinter der Orgel ist, flitzte immer wieder an den Bühnenrand um die Fans noch mehr anzuheizen und zu motivieren. Was ihm mehr als gelang. Die Gebrüder Greywolf, blieben derweilen nicht untätig und wechselten ihre Bühnenplätze fast im Minutentakt. In guter Wolfsmanier posten die Jungs und drückten richtig schön mit ihren Klampfen ab. Bass sucht man übrigens bei den Wölfen vergeblich! Das Drumsolo von Roel Van Helden fehlte ebenfalls nicht. Viel zu schnell ging es dann mit dem Song „In The Name Of God“ statt in den Himmel, Richtung Ausgang.

Das Fanzit

Metal-Mayhem organisierte einmal mehr einen Event, der von der ersten bis zur letzten Band auf einem hohen Niveau abgehalten wurde. Ob Licht, technisches Können, Sound, Bühnenpräsenz oder Unterhaltsamkeit….Gonoreas, Majesty und Powerwolf erfüllten alles mit Bestnote!

Setliste Majesty

  1. Metal Law
  2. Time For Revolution
  3. Thunder Rider
  4. United By Freedom
  5. Heavy Metal Battlecry
  6. Banners High
  7. Metal Union

Setliste Powerwolf

  1. Sanctified With Dynamite
  2. Prayer In The Dark
  3. Amen And Attack
  4. All We Need Is Blood
  5. Sacred And Wild
  6. Rescurrection By Erection
  7. Coleus Sactus
  8. Drum Solo
  9. Kreuzfeuer
  10. Werewolves Of Armenia
  11. We Drink Your Blood
  12. Lupus Dei
  13. Raise Your Fist Evangeliste
  14. Saturday Satan
  15. In The Name Of God

Fotos Powerwolf & Gonoreas – KiFF 2013 (Sabi)


Wie fandet ihr das Konzert?

06.01.2014
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