Drifted Apart – Dead Letters (CD Cover Artwork)
Sa, 4. Februar 2017

Drifted Apart – Dead Letters

Deathcore, Melodic Hardcore, Metalcore
10.03.2017
Drifted Apart – Dead Letters (CD Cover Artwork)

Entstehung und Geschichte

Die Entstehung und Geschichte ist eigentlich relativ schnell erzählt, denn es gibt noch gar nicht so viel über die Band zu erzählen. Geformt im Jahr 2013 haben die Herren kürzlich ihr erstes Album „Dead Letters“ vom Stapel gelassen, welches nun hier zur Review vorliegt. Die Band selbst nennt als Einflüsse Bands wie Parkway Drive, Trivium oder aber auch die Berner Breakdown of Sanity. Die letztgenannte Band – soviel vorweg – hinterlässt nach meiner Meinung die meisten Spuren in der Musik von Drifted Apart.

Das Debut-Album Drifted Apart – Dead Letters

Ob es das Intro «Fighting For» wirklich braucht (Spielzeit 0:55) lasse ich als Kritikpunkt mal offen. Ich bin der Meinung, dieses «Ding» hätte sich man sich schenken können. Dann geht es aber richtig los mit «Liberty». Spannende Riffs gepaart mit einer kraftvollen Stimme. Wirklich spannend macht den Song aber auch die Abwechslung zwischen melodiösen Parts ohne viel Gesang und dem Wechselspiel zu mehr Text und Geschrei.

«Behind the Silence» schliesst nahtlos an den vorangegangenen Song an. Die Stakkato-Gitarren machen hier ebenfalls keinen Halt und sorgen auch während dieses Songs für die nötige Spannung. Es ist nicht genau definierbar, ob die Band nun Metalcore, Melodic Hardcore und/oder Deathcore spielt. Ich denke es wurde von jeder Zutat etwas ins Süppchen geworfen und das ist wohl auch genau die Mischung, welche die Musik dieser Band so spannend macht.

«Dead Letters» der Titelsong startet wie alle Songs von Drifted Apart mit voller Kraft voraus, läuft aber schnell in ein kurzes Intermezzo, welches ein wenig langsamer gehalten wird, bevor der Song wieder Fahrt aufnimmt und in einem sehr melodiösen «Refrain» landet. Den Gitarren wird in diesem Song viel Platz gelassen, auch gegen Ende des Songs, wenn sich aus einem Hauch an Text wieder ein Gewitter an Gitarren und Geschrei heranbraut und über den Ohrmuscheln entlädt.

«Break The Line» ist mein favorisierter Song dieses ersten Albums der Westschweizer Formation. Aus «sirrenden» Gitarren entsteht ein Songkonstrukt, welches sich gewaschen hat. Brachial, direkt, mit voller Inbrunst herausgeschrien. Taktwechsel und auch Tempowechsel lassen den Song nie zur Ruhe kommen und machen diesen Track zu einer Referenz in Sachen Schweizer Metalcore.

«One Chance» ist ok, aber aus meiner Sicht auch der einzige Füllsong dieses Albums. Obwohl auch hier wieder andere Stilemente und Gitarrenriffs gebracht werden, welche den Song trotzdem hörenswert scheinen lassen. Es kann ja auch nicht gleich jeder Song auf dem ersten Album ein Hit sein.

«The Night we Cried» ist der letzte Song auf dem Debut der Walliser Formation. Er ist zugleich auch der melodiöseste, nachdenklichste und langsamste Song auf der Platte. Dies heisst aber gar nicht, dass die Komposition dadurch an Intensität oder Härte einbüsst. Im Gegenteil, dieser Song ist ein willkommener Schlusspunkt und bringt nochmal alle Farbnuancen der Band zum Vorschein.

Fanzit

Solides Debut aus Sierre. Musikalische Anlehnungen an Breakdown of Sanity sind nicht zu überhören. Melodiös und trotzdem direkt. Power vom ersten Song bis zum letzten Track. Verschiedenste Nuancen und Kehrtwendungen machen diese Scheibe zu einem Klangerlebnis. Châpeau et bravo!

Reinhören und portofrei bestellen

Trackliste Drifted Apart – Dead Letters

  1. Fighting For
  2. Liberty
  3. Behind the Silence
  4. Dead Letters
  5. One Chance
  6. The Night we Cried

Line-up Drifted Apart

  • Sven Gaye – Vocals
  • Charly Cavin – Guitar
  • Jérémie Greber – Guitar
  • Thomas Thut – Drums
  • Diogo „Sagress“ Rascao Dos Santos de La Playa D’Albufeira del Mare – Bass

Album Review Bewertung

Autor Bewertung: 8/10



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10.03.2017