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Almanac - Kingslayer (CD Cover Artwork)
Fr, 24. November 2017

Almanac – Kingslayer

Power Metal, Symphonic Metal
22.11.2017
Almanac - Kingslayer (CD Cover Artwork)

Mehr Wumms

Als Gitarrist Victor Smolski sich getrennt hat von Rage, dauerte es nicht allzu lange, bis er ein neues Projekt am Start hatte.

Mit Unterstützung von Jeanette Marchewka (mit der er bereits beim Lingua Mortis Orchester zusammengearbeitet hat), Andy B. Franck (Brainstorm) und David Readman (Pink Cream 69) erschien zu Beginn des letzten Jahres „Tsar“, Almanac waren geboren. Das Erstlingswerk vermochte zu überzeugen und war auch stark geprägt von den unverkennbaren Stimmen von Andy und David.

Die Band präsentierte sich anschliessend auf vielen Bühnen, vor allem natürlich im deutschsprachigen Raum. Da kam es allerdings ab und zu vor, dass vom Gesangstrio der eine oder die andere fehlte. Dies führte zu durchaus zwiespältigen Konzerterlebnissen. Doch eines kann man Almanac ganz offensichtlich nicht absprechen: Fleiss! Denn keine zwei Jahre nach dem Debüt steht jetzt bereits der Nachfolger in den Plattenläden. „Kingslayer“ heisst Scheibe Nummer zwo, und kleine Müsterchen hat die Band live bereits präsentiert. Mir ist da vom Bang Your Head!!! „Losing My Mind“ als harter Stampfer in Erinnerung, der etwas Almanac-untypisch daher kommt. Es ist Zeit, sich das ganze Werk mal anzuhören!

Eröffnet wird „Kingslayer“ mit etwas sanften Tönen, bevor das Tempo bei „Regicide“ angezogen wird. Parallelen zu „Tsar“ sind nicht von der Hand zu weisen – aber es sind wirklich nur Parallelen, es ist wahrlich nicht so, dass hier der Opener des Debüts kopiert würde. „Regicide“ ist nämlich ein einigen Stellen deutlich böser! Und doch ist es unverkennbar Almanac – was natürlich sehr für die Band spricht.

„Children Of The Sacred Path“ ist der zweite Titel, den Victor & Co bereits live vorgestellt haben. Die Temposchraube wird angezogen, das Zusammenspiel der drei Sänger/-innen funktioniert bestens und Victor’s Gitarre fräst sich teilweise erneut recht böse in die Gehörgänge. Der Song braucht zwar etwas Anlaufzeit, ist dann aber richtig cool.

Doch falls jemand bereits jetzt den Symphonic Metal Anteil vermisst: Entwarnung. Spätestens bei „Hail To The King“ kommen die Freudentränen! Von den Chören als Intro, den ersten Gitarrenklängen bis hin zum hymnischen und stampfenden Refrain: Dies ist in meinen Ohren der vielleicht beste Song des ganzen Albums. Der symphonische Teil wird zwar teilweise wieder auf ein Minimum reduziert, im Mittelteil bauen Chöre aber die Spannung erneut auf. Ganz stark!

„Losing My Mind“ in der Studioversion zeigt, dass der Eindruck von den Konzerten nicht getäuscht hat. Erstaunlich hart, mit seinen Keyboardklängen teilweise fast Industrial-mässig, garniert mit recht aggressivem Gesang von Andy, ist das zweifellos recht aussergewöhnlich. Überzeugt dennoch auf ganzer Linie!

Insgesamt regiert auf „Kingslayer“ dennoch der gute alte Power Metal. Immer mal wieder garniert mit etwas Almamac-typischen Einlagen, teilweise auch mit erhöhter Geschwindigkeit („Kingdom Of The Blind“). Almanac haben fraglos ihren eigenen Stil gefunden und spielen den Trumpf mit drei verschiedenen Stimmen immer wieder hervorragend aus. Als Anschauungsbeispiel darf hier gerne „Headstrong“ genannt werden. Neuland betritt die Band hingegen mit „Last Farewell“, ihrer ersten Ballade. Nun, dies wird sicher nicht meine Lieblingsnummer… Da ist das abschliessende „Red Flag“ schon eher wieder nach meinem Gusto. Denn hier geben Almanac nochmals alles: Speed, epische Chöre, sägende Gitarrensoli – jaa, so passt das doch!

Das Fanzit zu Almanac – Kingslayer

Das zu Beginn erwähnte „Losing My Mind“ ist in der Tat ein Indikator für „Kingslayer“. Das Album ist härter, hat mehr Wumms und die orchestralen Parts sind zurückgeschraubt worden. Power Metal regiert hier ohne Wenn und Aber. Wem „Tsar“ schon gefallen hat, der darf hier bedenkenlos zugreifen! Almanac haben einen Schritt nach vorne gemacht und man darf gespannt sein, was in Zukunft auf dem Live-Sektor geboten wird! Ich freu mich jedenfalls schon drauf und vergebe in der Zwischenzeit starke 8.5 von 10 Punkten.

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Album Review Bewertung

Autor Bewertung: 8.5/10



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22.11.2017
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