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Schon gehört? – Februar 2026: Kreator, Soen, In Aeternum u.v.m.

Atmospheric Black Metal, Black Metal, Death Metal, Folk Metal, Progressive Metal, ...
03.03.2026
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Typisch schweizerischer Death Metal und Musik für eine sehr eng gefasste Zielgruppe

Im Format «Schon gehört?» präsentieren wir euch, im besten Fall monatlich, was wir alles so an Alben entdeckt haben, die es in keine ausführliche Review geschafft haben.

Nach einer Durststrecke im Januarloch 2026 haben wir im Februar umso mehr Alben, teils im tiefsten Äther des Metal-Universums, entdeckt.

Leatherhead – Violent Horror Stories

Jürgen: Wenn eine Platte am Freitag den 13. erscheint und sie «Violent Horror Stories» heisst, dann ist kaum mit Avantgarde zu rechnen. Wer auf Agent Steel steht und einer Metallica-Kante nicht abgeneigt ist, wird bei «Violent Horror Stories» die Nackenmuskulatur trainieren können. Ob Leatherhead US-Amerikaner sind, fragt ihr? Ach was, Griechen. (Speed Metal) VÖ: 13. Februar 2026

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Lyssa – Hatching Ancient Madness

Jürgen: Muss «slammiger» Death Metal immer gleich gespielt werden? Das Basler Duo Lyssa sagt: nein. Es bringt mit Einflüssen aus der Core-Ecke und zusätzlichem Groove etwas Pepp in ein Subgenre, das selten für Überraschungen gut ist. Die EP «Hatching Ancient Madness» ist kurzweilig, aber alles andere als langweilig. (Death Metal) VÖ: 13. Februar 2026

Thy Gnosis – Deprive Of Vision

Jürgen: Bern und Death Metal sind ein eingeübtes Duo. Eingeübt scheinen auch die fünf Herren von Thy Gnosis zu sein, denn ihr zweites Werk «Deprive Of Vision» bietet soliden, finsteren Death Metal, der technisch anspruchsvoll und (das fiel mir beim «Kennenhören» spontan ein:) typisch schweizerisch ist. «Deprive Of Vision» ist keine leichte Kost, aber gerade deswegen kein Langweiler. (Death Metal) VÖ: 13. Februar 2026

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In Aeternum – … Of Death And Fire

Jürgen: Die Schweden In Aeternum haben bisher fünf Aufnahmen in voller Länge herausgebracht und keine davon ist schlecht. Wer auf schwarzen Todesmetall steht, wird ihre neue mit dem Titel «Of Death And Fire» lieben. Sie ist typisch schwedisch, schwer, kompromisslos und passt gut zur Belphegor-Diskographie, die in eurem Regal steht. (Death Metal, Black Metal) VÖ: 6. Februar 2026

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Umru – Umru

Raphi: «Umru» ist «nur» ein Demo, doch es ist genügend interessant, dass es hier eine Erwähnung verdient hat. Die folkloristischen Einflüsse der gleichnamigen Truppe aus Italien klingen nämlich gleichzeitig vertraut und doch anders als die üblichen Verdächtigen. Als erstes Lebenszeichen der Band hat «Umru» natürlich noch merklich Luft nach oben, reinzuhören lohnt sich trotzdem. (Folk Metal) VÖ: 27. Januar 2026

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Strikehammer – Midnight Inferno

Jürgen: Der Kenner und die Kennerin wissen: Es gibt heute bei Black-Thrash-Metal wenig zu entdecken, eine Band muss ihn können. Die Italiener von Strikehammer können Black-Thrash-Metal und liefern mit «Midnight Inferno» etwas mehr als eine halbe Stunde Retro-Feeling, die Freunde von Bands wie Assaulter, Bewitched oder Ammit begeistern dürfte. (Black Metal, Thrash Metal) VÖ 23. Januar 2026

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Kreator – Krushers Of The World

pam: Sie haben es wieder getan. Kreator sind nun schon seit zwanzig Jahren der Garant für Hammeralben und wahre Meisterwerke. Damit zementieren sie den Leaderthron im Thrash Metal. Wie schon beim Vorgängeralbum «Hate über alles» bleibt es jedoch nicht beim reinen Thrash-Geballer, sondern Kreator brillieren mit Varietät und eingängigen Riffs. Sinnbildlich dafür sind «Satanic Anarchy» und mein Lieblingssong auf dem aktuellen Silberling, «Tränenpalast», bei dem Britta Görtz als Gast ihre gewohnt fetten Growls beisteuert. Zum Abschluss des Neuneralbums lässt es sich mit dem epischen und etwas langsameren «Loyal To The Grave» so wunderbar runterfahren und ausfaden. Absolute Kaufpflicht wie alle Langrillen von Kreator seit «Hordes Of Chaos». Für mich praktisch schon als Album des Jahres gesetzt – ausser es kommt noch ein Zehneralbum von irgendwo her. (Thrash Metal) VÖ: 16. Januar 2026

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Soen – Reliance

Luke: Waren mir Soen früher eher etwas zu verkopft, hat mich ihr letztes Album «Memorial» (2023) gepackt und zum Fan gemacht. Und auch der Nachfolger «Reliance» ist eine sehr starke Platte geworden. Die Balance zwischen Groove, Härte und Melodien kriegt fast keine Band so gut hin wie die schwedische Truppe um den Ausnahmesänger Joel Ekelöf. Abgerundet wird der CD-Release durch ein sehr soenes Digipack (ok, der war flach …). (Progressive Metal) VÖ: 16. Januar 2026

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Gorthol – The Mist And Its Mysteries

Raphi: Gorthol ist das Projekt der neunzehnjährigen Moth aus Prag. Auf «The Mist And Its Mysteries» präsentiert uns die Nachwuchskünstlerin sieben Kompositionen, allesamt tief im Dungeon Synth verwurzelt und mit einem Guss aus Atmospheric Black Metal versehen. Mysteriös an diesem Album ist, wie es trotz der repetitiven, bisweilen gar monotonen Songstrukturen nie nervig wird. Gorthols Musik ist primär für eine sehr eng gefasste Zielgruppe. Die jedoch dürfte ihre Freude an dem Werk haben. (Atmospheric Black Metal/Dungeon Synth) VÖ: 16. Dezember 2025

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Starer – Ancient Monuments and Modern Sadness

Raphi: Melodiösen Symphonic Black Metal hat in der Szene so manche Band im Angebot. Wenn er dabei so gut gemacht ist wie bei Starer, dann ist er eine Hörempfehlung wert. «Ancient Monuments and Modern Sadness» kommt mit einer hohen Ideendichte um die Ecke, ohne das Ohr zu überfordern, und punktet darüber hinaus vor allem mit einer transparenten Produktion, wie sie kaum besser umgesetzt werden kann. (Symphonic Black Metal) VÖ: 16. Dezember 2025

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Phantom Corporation – Time And Tide

Luke: Zwei Jahre nach dem famosen Longplay-Debüt «Fallout» legen die Bremer mit «Time And Tide» den nächsten Brecher ins Regal – jedenfalls ins digitale, Freunde des Physischen mussten sich etwas länger gedulden. Der Thrash-Anteil ist gegenüber dem Debüt ein bisschen gestiegen, ohne dass bei der Härte Abstriche gemacht werden müssen. Und Leif Jensen (Bandkopf der leider aufgelösten Dew-Scented) ist und bleibt einfach einer der besten Extreme Metal-Sänger unseres nördlichen Nachbarlandes. Auch wenn das ein weites Spektrum ist: Fans von Demolition Hammer, Wolfbrigade, Discharge oder Slayer sollten allesamt unbedingt reinhören. (Death Metal/Thrash Metal/Crust) VÖ (Digital): 12. Dezember 2025 | VÖ (CD und Vinyl): 27. Februar 2026

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Ter – El Darrer Galop

Raphi: Ter kommt direkt aus dem spanischen Untergrund. Mit «El Darrer Galop» bringt uns das Einmannprojekt ein Album, das von den Pyrenäen inspiriert ist und neben wirksam eingesetzten Violinen, Akkordeon, weiblichem Gastgesang und Naturklängen vor allem durch den katalanischen Gesang heraussticht. Die etwas ungeschliffene Produktion unterstreicht zudem die musikalischen Stärken hervorragend. Es ist bei weitem nicht das härteste oder gemeinste Album da draussen, macht dies aber mit viel Herz und Seele wett. (Folk Metal) VÖ: 24. November 2025

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03.03.2026
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