Metalinside.ch - Irony Of Fate - Schüür Luzern 2018 - Foto pam 02
Fr, 24. April 2026

Split bei Irony Of Fate

Melodic Death Metal
25.04.2026
Metalinside.ch - Irony Of Fate - Schüür Luzern 2018 - Foto pam 02

When Worlds Collide

Am Freitagabend gaben Irony Of Fate bekannt, dass zwei weitere Mitglieder die Band verlassen. Nach dem Ausstieg von Kevin sowie nun Cveti und Dr. Grü verbleiben Gitarrist Lars und Bassist Tom. 

Vergangenen Samstag spielten Irony Of Fate noch am Drunk ‘n’ Roll im Luzerner Sedel. Wie die Band eine Woche zuvor angekündigt hatte, war es der letzte Auftritt von Drummer Kevin Lütolf, der sich auf seinen Drummer-Posten bei Brainstorm (und wohl auch seinen Online-Auftritt als Savage Drums) konzentrieren möchte. Dass es auch die Irony Of Fate-Dernière für zwei weitere Mitglieder war, erfuhren Fans erst gestern Abend in den Socials. 

Ein Blick in die Vergangenheit 

2014 gegründet, fanden Irony Of Fate 2016 mit Cveti Stojmenova eine begnadete Growerlin und veröffentlichten die erste Single «When Worlds Collide». Ihr Ruf eilte ihnen voraus; zumindest hörte ich mehrfach, wenn das Gespräch sich um intensive Live-Acts drehte: «Hast du Irony Of Fate schon mal gesehen?» Meine erste Begegnung mit den Melodeathern stand 2018 endlich an, kurz nachdem das Debüt «Pray For Freedom… Prepare For Extinction» erschien, als das Schweizer Quintett in der Schüür für die Burning Witches und Nervosa eröffneten (siehe Foto). Das «weisse, mit Blutkleksen dekorierte Kleidchen», welches Dutti in seinem Bericht erwähnte, wurde zu Cvetis Markenzeichen, genauso der Kontrast zwischen den «bitterbösen Growls» und ihrer süssen Stimme bei den Ansagen. 

Das Kleidchen verschwand spätestens mit dem zweiten Album «Wicked & Divine»; die Growls und die immer gut gelaunten Ansagen blieben. Irony Of Fate zeigten sich fleissig und machten das Land mit ihren unzähligen Gigs unsicher. Als ich meine Statistik noch aktuell hielt, waren sie mal die Band, die mich in die meisten verschiedenen Locations verschlug. Sie bleiben zum Beispiel bis heute der einzige Act, der mich jemals in die KuFa Lyss trieb, wo sie 2022 am Schweizer Finale des Wacken Metal Battle teilnahmen. 

2023 ersetzten Drummer Kevin Lütolf und Gitarrist Dr. Grü die beiden früheren Mitglieder Gregor Bucher und Raffael Kühni. Sie brachten frischen Wind mit, der sich in einer verstärkten Online-Präsenz und einer konstant gut bleibenden Live-Qualität äusserte. Die Melodeather blieben brachial, auf Abriss aus, musikalisch stets spannend. 

Ihre Energie sowie natürlich der Umstand, dass sie deutlich häufiger in der Schweiz auftreten als ausländische Acts, brachten Irony Of Fate die eine oder andere Erwähnung bei Metalinside ein. Unsere Website zeigt (zumindest auf grösseren Screens) eine Word Cloud, in welcher häufig abgedeckte Bands grösser erscheinen. Da stechen einerseits Power Metal-Acts wie Sabaton, Powerwolf und HammerFall (wozu Kaufi viel beigesteuert hat), andererseits Schweizer Acts wie Eluveitie (Spitzenreiter!), Burning Witches, Shakra und eben Irony Of Fate hervor. Eine kurze Suche zeigt: Rund dreissig Mal hat sich ein Schreiberling oder ein Fotograf mit der Band befasst. 2025 waren es die Albumreview zur dritten Scheibe «Equinox» sowie zwei Live-Berichte. 

Ein Blick in die Zukunft 

Der aktuelle Post betont, dass die Musiker im Guten auseinandergehen. Dr. Grü erwähnt «artistic differences», Cveti möchte «new creative directions» verfolgen. So erstaunt es nicht, dass sie heute das neue Projekt VOID//DRIFTER verlinkt, auf dessen Profilbild sie vor zwei Kapuzen tragenden, noch anonymen Gestalten zu sehen ist. 

Irony Of Fate (also die verbleibenden Lars Gygax und Tom Zürcher) erwähnen zudem, dass sie derzeit das nächste Kapitel vorbereiten und es dazu in den nächsten Tagen News gibt – und alle angekündigten Shows wie geplant stattfinden! 

Das Fanzit 

Musikalisch scheinen sich der Titel ihrer ersten Single bewahrheitet und die künstlerischen worlds von Irony Of Fate collidet zu haben. Dass solche Splits die Metalwelt auch bereichern können, haben in der Vergangenheit mehrere Truppen bewiesen – zum Beispiel auch die Protagonisten jenes Schüür-Auftritts, Nervosa, deren Split zur Existenz von Nervosa UND Crypta führte –, und so wünschen wir sowohl Irony Of Fate als auch sämtlichen Nachfolgeprojekten viel Erfolg, freuen uns auf neues Material sowie intensive Live-Auftritte!  

25.04.2026
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