Aktuelle Aktion EMP
Black Hole Fest II 2021 (neues Datum)
Fr–Sa, 1.–2. Oktober 2021

Black Hole Fest II – Dark Funeral, Grabak, Antzaat, Causam u.a.

Hall of Fame (Wetzikon)
15.10.2021
Black Hole Fest II 2021 (neues Datum)

Gemeinsames Schwarzmetallisieren in Wetzikon 

Der diesjährige Oktober wurde mit etlichen Klängen aus den finsteren und teuflischen Sektoren eingeläutet. Während zweier Tage hauchte ein Dutzend Bands dem viel zu lange stillgelegten Hall Of Fame-Club im Zürcher Oberland neues Leben ein. Dabei musste das verstaube Equipment gleich mehrere Härtetests über sich ergehen lassen. Ob diese «Prüfungen» mit Bravour bestanden wurden und was sonst noch alles am Black Hole Fest II vorgefallen ist, entnehmt ihr den nachfolgenden Zeilen. 

Black Hole Fest II – Freitag, 01.20.2021 – Tag 1

Die letzten Worte bezüglich Festivals auf helvetischem Grund in diesem Jahr sind freilich noch nicht gesprochen! Dank der engagierten Crew der Black Hole Agency können wir uns erneut auf ein intensives Programm in der Disziplin «Live-Beschallung» freuen. Ähnlich wie ihre Kollegen vom Meh Suff! mussten auch sie lange Zeit bangen und mit viel Unsicherheit leben… Die zurzeit existierenden Hindernisse und Herausforderungen sind sowieso für jeden Veranstalter echte Knacknüsse. Doch am Ende folgt die erlösende Gewissheit: Das Black Hole Fest II kann stattfinden! Nebenbei wird dank dieser Geschichte zudem eine meiner hierzulande absoluten Lieblings-Locations wiederbelebt: Die Wetziker «Ruhmeshalle» (besser bekannt als Hall Of Fame). Nervosität und Vorfreude steigen bei mir deshalb beinahe ins Unermessliche.

In meiner Analyse zur letztjährigen Ausgabe des Black Hole Fest (siehe Review) habe ich die teilweise dürftige Kommunikation seitens Organisatoren kritisiert. Doch dieses Mal verdienen die Verantwortlichen dafür ausschliesslich Lob. Aktuelle News werden stets in den Sozialen Medien publiziert, auf Kommentare und Anfragen seitens der interessierten Gäste wird rasch und kompetent eingegangen und mittels Grussbotschaften der auftretenden Bands wird die Stimmung fraglos in die korrekten Bahnen gelenkt. Ein paar Tage vor den Festivitäten folgt obendrein eine eigens kreierte Spotify-Playlist, um sich schon einmal mit dem musikalischen Schaffen der Künstler vertraut zu machen. Sozusagen ein gelungener Rundum-Service!

Kurz nach 15.30 Uhr treffe ich am Bahnhof Wetzikon ein. Freunde und Kollegen werden freudig umarmt. Anschliessend schlendern wir mittels «Hopfentee für unterwegs» gemächlich in Richtung Hall Of Fame. Der Anblick von solch zahlreich herumstolzierenden, düsteren Gestalten sorgt bei der hiesigen Bevölkerung deutlich sichtbar für leichte Irritationen. Keine Angst, das ist keine vorgezogene Halloween-Sause. Wir sind lediglich hier, um für ein paar Stunden den schwarzmetallischen Klängen zu frönen, gemeinsam Satan zu hudligen und vielleicht eure Kirchen abzufackeln. Huch? Habe ich den letzten Part jetzt wirklich geschrieben? Egal, einfach unauffällig weiterlaufen und an der Dose nippen.

Vor der Lokalität werden wir von den Black Hole Agency-Oberhäuptern Reto und Sven in Empfang genommen. Hall Of Fame-Capo Pasquale düst ebenfalls durch die Gegend und begrüsst uns mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Wiedersehensfreude an allen und Ecken – so gefällt mir das! Danach warten wir in der brutzelnden Sonne auf den Einlass. Dieser verzögert sich allerdings um einige Zeit. Das dürfte beim nächsten Mal ungeniert schneller ablaufen. Die ergrauten Herren an der Kasse sind zwar angenehme Kerlchen, aber sie nehmen es für meinen Geschmack etwas zu gemütlich. Und mit dieser Meinung stehe ich nicht allein da. Irgendwann ist meine Truppe jedoch vollständig mit Bändchen und Verzehrkarten ausgestattet. Jetzt schleunigst ins Innere mit unseren Körpern! Causam spielen nämlich schon seit ein paar Minuten. Die restlichen Begrüssungsorgien werden dann gerne später nachgeholt.

Causam

Ach, nun habe ich es ja bereits verraten; die Eröffnungs-Kapelle heisst Causam und stammt aus Bern. Sie sind die einzigen Schweizer Vertreter im diesjährigen Billing. Die junge Equipe hat Anfang Februar ihre äusserst gelungene Erstlingsplatte «Doomsday Rapture» unters Volk gebracht (meine Vorschusslorbeeren siehe Review). Man darf gespannt sein, wie die Herrschaften ihre allererste Live-Performance meistern werden. Die überschaubare Menschentraube vor der Bühne wirkt jedenfalls begeistert und macht brav mit. Die restliche Besucherschar steckt wahrscheinlich noch irgendwo in der Einlasskontrolle fest…

Die mit Schädeln und Knochen dekorierte «Spielwiese» bietet den passenden Anblick für eine kräftige Ladung Post Apocalyptic Black Metal. Die hasserfüllten Schreie von Frontmann Grievas erzeugen im Zusammenspiel mit den melodiösen Saiten-Streicheleinheiten des Duos Arawan und Surt jede Menge Hühnerhaut. Diese Kompositionen kann man problemlos mit sämtlichen Fasern seines Körpers fühlen. Insbesondere der Track «Eternal» lässt diesbezüglich ohne Zweifel niemanden kalt. Ganz alles will zwar noch nicht einwandfrei funktionieren, aber das ist bei einem Debütauftritt logischerweise völlig normal und verständlich. Nichtsdestotrotz liefern die Jungs ab und steigern dank dieser Leistung zeitgleich die Vorfreude auf weitere Konzertabende mit ihrer Beteiligung (einen solchen könnt ihr übrigens am 20. November 2021 in der Lenzburger Met-Bar erleben).

Nach der Show erklärt mir Klampfer Arawan, dass die Mehrheit der Songs für die nächsten zwei Alben schon fast fertig sei. Bei Odins Bart, dieser krasse Fleiss verdient Anerkennung! Die Kreativmaschinerie läuft somit offenbar auf Hochtouren. Grausam mit Causam!

Setliste – Causam

  1. Wasteland Utopia
  2. Beauty Of Decay
  3. Born Into A Violent World
  4. Eternal
  5. Meritocracy
  6. Abaddon
  7. War Torn
  8. The Great Famines
  9. Iron Rod Politics
  10. Cleansing

Moribund Oblivion

Für die nächste Mannschaft ist es das erste Gastspiel in unserem Land. Damit ist sie jedoch in bester Gesellschaft, denn in diesem Zusammenhang sind an diesem Festival direkt mehrere Debütanten vertreten. Moribund Oblivion sind aus der Bosporus-Stadt Istanbul angereist. Frontmann Bahadır Uludağlar wendet sich mit den folgenden, in gebrochenem Hochdeutsch gesprochenen Worten an die Zuhörerschaft: «Wir haben euch Black Metal aus der Türkei gebracht!» Diese Aktion bringt ihm umgehend ein paar Sympathiepunkte ein. Kaum verwunderlich, denn mit dieser «Masche» haben auch Aushängeschilder gewisser anderer Bands immerzu Erfolg. Ich denke da beispielsweise an Attila Dorn von Powerwolf (Hoppla, jetzt wage ich es doch tatsächlich, diese gerade bei Black Metallern unglaublich «beliebte» Gruppe in dieser Review zu nennen. Bin ich nicht ein mutiger und verwegener Typ?).

Genug des Abschweifens! Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Quartett seine Kunst in seiner Heimat vielerorts gar nicht erst präsentieren darf. Deshalb geniessen die Herrschaften die sich ihnen  hier bietende Gelegenheit umso intensiver. In Sachen Zeitplan sind zugegebenermassen bereits erste Abweichungen zu erkennen, aber das scheint niemanden grossartig zu stören. Die Musiker sowieso am allerwenigsten. Sie zeigen ansprechende 45 Minuten und erreichen dadurch sicherlich ein Wachstum ihrer Fan-Basis. Phasenweise klingt das Liedgut der Türken sogar ähnlich wie dasjenige von Causam.

Wie drückt man als Besucher seine Wertschätzung für einen überzeugenden Gig aus? Richtig, mit einem Abstecher zum Merchandise-Stand! Dort erwerbe ich schliesslich ein Exemplar des aktuellen Silberlings «Endless». Moribund Oblivion haben einen echten «Schnorri-Hueber» als Helfer mitgebracht. Der geborene Verkäufer! Er erzählt uns, dass sie wirklich dankbar um jede Spende seien und er keine netten Worte für das Ausreise-Prozedere aus der Türkei übrighätte. Da bin ich aber froh, dass die Mission «Black Hole Fest» trotzdem geklappt hat.

Setliste – Moribund Oblivion

  1. The Spawning Of The Avenger
  2. Machine Brain
  3. Price Of Defeat
  4. Geçip Gittim
  5. Yok
  6. Grand Legacy
  7. Üzgünüm
  8. Red Flag Fluttered
  9. The Spawning Of The Avenger (nochmals)

Darkmoon Warrior

Der Preis für die «charmanteste» Grussbotschaft im Vorfeld des Events geht eindeutig an die im deutschen Brandenburg angesiedelten Darkmoon Warrior. Front-Biest Andreas Hoffmann (auch bekannt als A. Krieg) richtet in diesem Video die Worte «Seid dabei oder wichst weiter in eure Socken, ihr Lappen!» an uns. Tja, ich habe jetzt keine Kontrollen durchgeführt, gehe aber ungeachtet dessen stark davon aus, dass alle Anwesenden saubere Mini-Strümpfe montiert haben.

Da die Gruppe ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel hat, will dieser Umstand selbstverständlich würdevoll zelebriert werden. Dazu servieren uns die Akteure stumpfen, dreckigen, kompromisslosen, «Leck-mich-am-Arsch» Schwarzmetall. Songs à la «Fuck Off» untermauern diese Attitüde zusätzlich. Nicht durchgehend berauschend, aber auch definitiv kein Totalausfall. Leider kommt einerseits das Schlagzeug zu dominant daher und auf der anderen Seite sind die Backing Vocals überhaupt nicht zu hören. Die Abmisch-Abteilung zieht für einmal eine schwächere Phase ein… In den Publikumsreihen sind dennoch einige Headbanger auszumachen. Ein paar Kandidaten in unserer Nähe führen ausserdem «spannende» respektive zur Musik eher unpassend wirkende Tänze auf. Möglicherweise erste Anzeichen von übermässigem Alkoholeinfluss? Immerhin können wir uns an konstant kühlen Blondinen erfreuen. Das Gebräu in der Wein-Pulle des Sängers dürfte bis zum Ende des Auftritts bloss noch eine lauwarme Pfütze sein.

Setliste – Darkmoon Warrior

  1. Overture Into Chaos
  2. This Is Blackmetal
  3. Fuck Off
  4. Coração Sinistro
  5. Storm Of Feces
  6. Blackmetal Anarchy
  7. Red Hot (Mötley Crüe-Cover)
  8. Omega Legion (neuer Song)
  9. Prayer Of Genocide
  10. Blazing Satan Mastercult
  11. Thermonuclear Predator
  12. Demonomania (The Misfits-Cover)

Antzaat

Seit der 2019er-Ausgabe des Wacken Open Airs ist mir bewusst, dass Belgien in Sachen Düsternis effektiv überragende Kapellen in seinen Reihen hat. Ohne irgendwelche Erwartung habe ich mir damals im Bullhead City Circus die Performance von Wiegedood reingezogen und wurde – trotz teilweise mieser Klangqualität – förmlich weggeblasen!

Zurück in der Gegenwart. Aufgrund der soeben ausgegrabenen Rückblende freue ich mich sehr auf die Truppe Antzaat, welche ebenfalls aus dem «Waffel-Land» stammen. Das kann eigentlich nur gut werden. Da die vier Künstler komplett vermummt auftreten, liegen sie zurzeit ausgezeichnet im Trend. Das erspart einem direkt allfällige Diskussionen über eine Maskenpflicht. Spass beiseite – bleiben wir beim musikalischen Schaffen der Belgier.

Die Diskographie, welche bisher lediglich aus der EP «The Black Hand Of The Father» und dem Studioalbum «For You Men Who Gaze Into The Sun» besteht, mag vielleicht auf den ersten Blick bescheiden wirken, aber hier wird einem exzellentes und mitreissendes Akustik-Vergnügen geboten! Sensationell! (Auch wenn wir nicht am Ice Rock sind…). Als «Zückerli» dürfen sich die Protagonisten an einer rappelvollen Hütte erfreuen. Da kann man vor lauter Euphorie auch ungeniert einmal den Einstieg in das finale Stück richtiggehend versauen. Es sei ihnen verziehen. Meine Geldbörse und ich sind in Gedanken ohnehin bereits beim im Anschluss folgenden Abspeckprogramm in der Merch-Ecke.

Setliste – Antzaat

  1. Intro
  2. Between The Beginning And The End
  3. Disciples Of The Concrete Temple
  4. For You Men Who Gaze Into The Sun
  5. Circle Of Leeches
  6. Rite Of The New Dawn
  7. Through The Eyes Of A Rotten Mind
  8. Crown Of Concrete
  9. Radiant Fire
  10. Veil Of Darkness
  11. The Black Hand Of The Father

Afsky

Im dümmsten Moment – sprich just vor der Show des heutigen Headliners – kämpft das Hall Of Fame plötzlich mit Stromunterbrüchen. Ist eine Sicherung hinüber? Wurden die Gerätschaften allenfalls zu lange nicht mehr benutzt? Doch der fähigen Crew um Pasquale und Co. ist das Wörtchen «aufgeben» absolut fremd. Glücklicherweise können sie das Problem irgendwann beheben. Nix da mit Abbruch! Das Black Hole Fest II kann fortgesetzt werden!

Um 22.15 Uhr gehört die Bühne einzig und allein den Jungs von Afsky. Eigentlich handelt es sich um ein Ein-Mann-Projekt des Multiinstrumentalisten Ole Pedersen Luk. Damit er nicht an allen Saiten, Fellen und sonstigen Geschichten gleichzeitig anwesend sein muss, holt sich der Däne Verstärkung in Form von drei Kumpels mit ins Boot. Gemeinsam entführen sie die anwesenden Lauscher auf eine Abenteuerreise durch sphärische und depressive Tonstrukturen. Eine interessante und abwechslungsreiche Angelegenheit. Stellenweise vergleichbar mit ihren Landsleuten Make A Change… Kill Yourself, die Anfang November 2018 ebenfalls in dieser Spielstätte zu Gast waren.

Zu Beginn ist der Gesang zu leise, aber danach klingt dann alles lupenrein. Der Drummer hat einen ulkigen Kurzauftritt, als er die entzündeten Fackeln wieder auspusten muss. Pyro-Effekte sind nämlich leider keine gestattet. Ansonsten liefert der Freitags-Headliner ab und vermag etliche Fans zu begeistern. Die herumfliegenden Haare und nickenden Schädel sind diesbezüglich stets ein exzellenter Gradmesser. Bei der Spielzeit geizen die Nordmänner jedoch ein bisschen. Strenggenommen wären also nicht bloss 60 Minuten eingeplant gewesen… Arg negativ fallen zudem ein paar angeheitere Personen auf. Die gehen einem regelrecht auf den Sack (oder die Eierstöcke). Freunde, geht lieber euren Rausch ausschlafen und überlasst uns anderen den ungestörten Beschallungs-Genuss, merci!

Setliste – Afsky

  1. Altid Veltilfreds
  2. Tyende Sang
  3. Skær
  4. Vættekongen
  5. Et Sidste Farvel
  6. Velkommen Til Dødsriget
  7. Stemninger
  8. Angst

Totenwache

Die «Rausschmeisser-Aufgabe» gebührt den Herren von Totenwache aus der Hansestadt Hamburg. Da der eigentliche Saitenhexer Host Of Cinder aus arbeitstechnischen Gründen nicht mittun kann, wird er durch Ulfang von der befreundeten Band Sakrista ersetzt. Während 45 Minuten werden die Akteure nun versuchen, unseren Seelen die letzte Ehre zu erweisen. Traurigerweise müssen sie dazu mit etwas lichteren Publikumsreihen vorliebnehmen. Da haben wohl oder übel einige Besucher bereits den Rückzug angetreten.

Ich weiss zwar nicht, ob der der Stil Black ‘N’ Roll überhaupt offiziell existiert, aber das Dreiergespann setzt in seinen Liedern tatsächlich zum Teil auf dieses Element. Deswegen kommt selbst bei den inzwischen leicht erschöpften Festivalgängern nochmals ein bisschen Partystimmung auf. Des Weiteren liefern Totenwache weiteres Beweismaterial für die Feststellung, dass Schwarzmetall und die deutsche Sprache ausgezeichnet miteinander harmonieren. Mich kann das Trio in Tat und Wahrheit überzeugen.

Krächzer Animatrum entlässt uns schliesslich mit den liebreizenden Worten «Macht’s gut, ihr Wichser!» in die Nacht. Bleibt zu hoffen, dass Hanseaten nach ihrem ersten Gig in hel(l)vetischen Gefilden Blut geleckt haben und bald wieder einmal bei uns vorbeischauen.

Das Fanzit – Black Hole Fest II – Freitag

Ein gelungener, erster Festivaltag liegt hinter uns. Meine persönlichen und ganz grossen Highlights hiessen Causam und Antzaat. Aber himmeltraurig agierte eh keine Band. Die vereinzelten Soundprobleme hielten sich in Grenzen. Zur sogenannten «Primetime» waren dann zahlreiche Zuhörer anwesend. Die Bar im Bühnenbereich hatte einmal mit Störungen im «Zapfhahn-Land» zu kämpfen. Diese konnten – den Göttern sei Dank – von den fleissigen und charmanten Tresen-Mädels behoben werden (und sonst hätte man natürlich auch die Schenke im Fumoir als Ausweichoption aufsuchen können). Abweichungen im Zeitplan tauchten zwar auf, waren meines Erachtens allerdings nicht allzu gravierend. Während den Umbauphasen auf die Hymnen von Saxon zu setzen, erwies sich als goldrichtige Entscheidung (zumindest entlockte es meiner Wenigkeit regelmässig frenetische Mitsingmomente).

Meine eigene Leistung erfüllte mich ebenfalls mit Stolz: Engagiert während den Shows mitgefiebert, munter Hopfentee vernichtet und trotzdem – im Gegensatz zu anderen Personen – bis zum Ende durchgehalten. Die Konzert- respektive Festival-Routine scheint langsam zurückzukehren! Ob dies nach Tag zwei nach wie vor der Fall sein wird? Das werden wir gemeinsam herausfinden!

Black Hole Fest II – Samstag, 02.10.2021 – Tag 2

Steckt uns der erste Tag noch in den Knochen beziehungsweise in der Leber? Nein, wir sind motiviert und bereit für weitere Melodien aus der schwarzmetallischen Ecke! Ich rechne heute ausserdem mit mehr Publikum. Dafür sprechen einerseits der Samstag und auf der anderen Seite der zweifelsohne bekannteste Name im diesjährigen Line Up: Dark Funeral! Ich kann es kaum erwarten, die Schweden endlich in Aktion zu erleben. Selbstverständlich erhalten aber auch die restlichen Equipen eine faire Chance. Da dürften erneut diverse Horizonterweiterungen im Bereich des Möglichen liegen.

Kurz vor 16 Uhr steht meine Truppe einsatzbereit vor der Wetziker Ruhmeshalle. Die Sonne präsentiert sich abermals von ihrer besten Seite. Da wir jedoch momentan tendenziell eher zur Gattung der Schattengewächse gehören, sehnen wir uns nach den Innenräumen des Clubs. Dummerweise verläuft der Einlass-Prozess – genau wie gestern – wiederum ziemlich zögerlich. Hier müssen die Organisatoren für künftige Ausgaben unbedingt nochmals über die Bücher. 

Stormcrow

Pünktlicher Beginn? Offenbar nicht so wichtig. Halb so wild, denn dadurch haben wir ausreichend Zeit, um in Ruhe anzukommen, zu plaudern und ein erstes Bierchen zu kippen. Des Weiteren ist eine zehnminütige Verspätung in Italien alles andere als ein Sonderfall. Huch? Wie komme ich jetzt auf Italien? Ganz einfach erklärt, der heutige Opener stammt aus dem Land von Pizza und Pasta.

Da Stormcrow in ihren Texten unter anderem bevorzugt alpine Gebiete thematisieren, dürften sie sich hierzulande garantiert pudelwohl fühlen. Die Mailänder servieren uns zum «Zvieri» italienischen Hass, der vom Stil her fraglos an Immortal angelehnt ist. Geht es nur mir so oder ist die Raumtemperatur gerade rapide gesunken? Bei frostigen Tracks der Marke «Nanga Parbat» kommt das allerdings wenig überraschend. Im späteren Verlauf des Abends werden wir notabene das eine oder andere Mal sehnsüchtig an diese Kälte zurückdenken… – dazu aber später mehr.

Fronter Vastis hätte seine Stimme bevorzugt gerne ein bisschen lauter (zumindest deute ich seine Handzeichen so). Sein Wunsch ist den Technikern dann auch rasch Befehl. Rein optisch wirkt Gitarrist Astaroth ungewollt «knuffig». Sozusagen wie ein freundlicher Pandabär aus der Nachbarschaft. Er agiert in ein paar Situationen etwas unbeholfen und scheint nicht hundertprozentig im Takt zu sein. Ansonsten gibt’s jedoch nix zu meckern. Dank der Sturmkrähen ist der zweite Festivaltag optimal lanciert. Grazie ragazzi!

Setliste – Stormcrow

  1. Face The Giant
  2. Through The Eyes Of A Beast
  3. Nanga Parbat
  4. Black Mother
  5. River Of Decay
  6. Intro
  7. Ancient Forest
  8. Kingdom Of Vertical

Grabak

An die nächsten Künstler haben mein Kollege Benji und ich beste Erinnerungen. Grabak konnten uns vor zwei Jahren am Wolfszeit Festival in Crispendorf total überzeugen und sorgten für tonnenweise Begeisterungsstürme. Eine Wiederholung wäre freilich willkommen!

Gegen 18.05 Uhr (der ursprüngliche Zeitplan ist schon wieder für die Tonne) platziert sich der Hüne J.K. hinter seinem mit Ketten übersäten Mikrofonständer und entfesselt zusammen mit seinen vier Mitstreitern eine alles verschlingende Dunkelheit in der Ruhmeshalle. Das Vorhaben umfasst das vollständige Durchzocken der neusten Platte «Scion». Ihr spezieller, nicht alltäglicher Black Metal-Stil reisst die Besucher locker mit. Grabak zeigen wahrlich eine imponierende Leistung. Dazwischen liegt sogar gelegentlich eine belustigende Ansage drin. Bei der Herkunftsfrage an das Publikum, welche unter anderem mit «Thüringen», «Italy» oder «Schweiz» beantwortet wird, taucht plötzlich eine Unklarheit auf. «Was ist denn ein Bayern?», will J.K. irritiert wissen. Naja, die Betroffenen werden es ihm sicherlich verzeihen. Später kündigt er eine Nummer als «Schunkellied» an, was erneut irritierte Gesichtsentgleisungen bei den Fans auslöst. Der Rhythmus des besagten Stücks gibt der Aussage des Sängers in der Tat recht.

Bedauerlicherweise fällt der abschliessende Album-Song «Echoing The Sound Of Hell» der Set-Kürzung zum Opfer… Darüber sind die Herrschaften nicht wirklich erfreut. Für mich steht trotzdem glasklar fest, dass ich nun den Merchandise-Stand aufsuchen muss!

Setliste – Grabak

  1. Intro: Scion
  2. Epitomes Of Cruelty
  3. Furia II – Weltenbrand
  4. Blutkelch
  5. The Sirens’ Song
  6. Heirs Of The Serpent
  7. M.A.I.D. – My Art Is Death
  8. Black Water

Krater

Inzwischen ist das Hall Of Fame zu einer höllischen Sauna mutiert. Lediglich im Fumoir oder draussen im Freien bleibt die Lage angenehm. Deshalb verbringen wir die nächste Umbaupause an der frischen Luft. Da unser «Neo-Food-Blogger» Luke bei dieser Veranstaltung mit Abwesenheit glänzt (Black Metal ist nicht so sein Steckenpferd), werde ich versuchen, ihn kurzzeitig irgendwie einigermassen schlau zu vertreten und ein paar Worte über die angebotenen Fressalien verlieren. Meine Kollegen können das alles volltropfende Schnitzelbrot (zum Glück liegen ausreichend Servietten herum) und die Pasta empfehlen. Für das leibliche Wohl der Gäste ist also gesorgt! Somit können sie sich gesättigt dem kommenden Konzertreigen widmen.

Als wir wieder ins Innere stürzen, läuft die Darbietung von Krater bereits. Ich würde mir wünschen, dass sie trotz ihres Namens den Laden nicht gleich komplett in Schutt und Asche legen. Man will ja nach der Wiedereröffnung nicht umgehend irgendwelche Renovationen planen. Sie spielen verflucht temporeich und machend deutlich, dass sie ihre Instrumente effektiv beherrschen. Furiose Angelegenheit! Der peitschenden Rasta-Mähne von Axtmann Z.K. möchte man keinesfalls zu nahekommen. Die gesanglichen Fähigkeiten von Abortio fallen hingegen durchschnittlich aus. Insgesamt betrachtet wirken Krater minim schwächer als die beiden vorangegangenen Gruppen.

Setliste – Krater

  1. Non Serviam
  2. Nocebo
  3. Prayer For Demise
  4. Antivists
  5. Geist ist Fluch
  6. Parasit
  7. Flammen im Vakuum
  8. Lust To Burn
  9. Darvaza Breeds

Corpus Christii

Bei der nächsten Kapelle ist die korrekte Schreibweise äusserst entscheidend. Geht nämlich das zweite «i» vergessen, landet man plötzlich und möglicherweise ungewollt bei einer Melodic Death Metal beziehungsweise Metalcore-Formation aus den Vereinigten Staaten. Die in Wetzikon präsente Klientel dürften logischerweise eher am Schwarzmetall aus Portugal interessiert sein. Aufgrund dessen gehören die anstehenden 60 Minuten dem Quartett Corpus Christii (mit zwei «ii»).

Angeführt von Duracell-Hase Nocturnus Horrendus geben die Herren bei ihrem ersten Auftritt in der Schweiz richtig Gas! Der Fronter hat zweifelsohne südländisches Feuer. Entweder fühlt er einfach seine Mucke oder sonst müssen da vermutlich irgendwelche Substanzen im Spiel sein. In einem Moment wagt er sich wegen einer heiklen Aussage aufs Glatteis. Er wisse nicht, seit wann die Black Metal-Szene so verweichlicht sei, immer vor den Behörden kuschen und sämtliche Konzertabsagen ohne Gegenwehr hinnehmen würde. Immerhin gehören die hier Anwesenden seiner Meinung nach zur «true» Fraktion. Jep, mit der Bezeichnung «Pussy Black Metal» sammelt Nocturnus wahrscheinlich nicht überall neue Freundschaftsanfragen…

Abgesehen von der soeben erwähnten Geschichte liefern die Iberer souverän ab. Sie werden von Song zu Song spürbar stärker! Im letzten Drittel gibt sich A. Krieg von den gestern aufgetretenen Darkmoon Warrior für ein Gastspiel die Ehre. Diese Zusammenarbeit funktioniert wunderprächtig. Die Protagonisten geniessen die gemeinsamen Feierlichkeiten in vollen Zügen!

Setliste – Corpus Christii

  1. Paths Of Human Puzzles
  2. Under Beastcraft
  3. The Wanderer
  4. Being As One With Hatred
  5. The Great Death
  6. Stabbed
  7. Become The Wolf
  8. I See, I Become
  9. The Fire God
  10. Carrier Of Black Holes
  11. All Hail! (Master Satan)

Dark Funeral

Dass wir mittlerweile wieder astrein im Zeitplan vom Black Hole Fest II liegen, soll an dieser Stelle lediglich als Randbemerkung figurieren. Auslöser für meinen rasenden Puls ist schliesslich eine völlig andere Sache: Die Darbietung des alles überstrahlenden Headliners steht unmittelbar bevor! Wie sehr haben wir den Schweden von Dark Funeral bitteschön entgegengefiebert?! Ihre Anreise wurde durch mich – ähnlich wie zuletzt bei Kataklysm am Meh Suff! Metal-Festival – akribisch via «social media» überwacht und verfolgt. Den Göttern sei Dank ist alles reibungslos abgelaufen. Der Fünfer ist wirklich hier im Zürcher Oberland! Unfassbar! Der fast aus allen Nähten zu platzen drohende Saal ist bis in die allerletzte Haarspitze motiviert und bereit für die Stockholmer. Das Begräbnis dürfte wohl in einem IKEA-Sarg stattfinden und als Leichenschmaus werden garantiert Köttbullar aufgetischt. Meinetwegen kann’s losgehen!

Die Bühne wird in finsteres, blaues Licht getaucht. In Kombination mit den Nebel-Effekten sieht das Ganze genauso aus, wie das Cover des nach wie vor aktuellen Eisens «Where Shadows Forever Reign». Ein meisterhaftes Werk, welches jedoch schon fünf Jahre auf dem Buckel hat. Gerüchten zufolge darf aber 2022 mit einem Nachfolger gerechnet werden. Wir sind jedenfalls gespannt. Die Gesellen bleiben weiterhin im Verborgenen und testen unsere Geduldsfäden. So viel sei vorweggenommen, die lange Wartezeit bis zum Beginn (stolze 15 Minuten) soll am Ende der einzige Kritikpunkt dieser Show bleiben.

Dann gilt’s plötzlich ernst. Heljarmadr und seine Gefährten schreiten zur Tat. Anlaufschwierigkeiten? Fehlanzeige! Mit «Unchain My Soul» hauen sie direkt zum Auftakt einen erstklassigen Kracher raus. Schlagartig springt der Funke auf das Publikum herüber und entzündet ein unaufhaltsames, wildes Feuer! Die Eskalationsstimmung kennt keine Grenzen! Wir verschmelzen allesamt zu einer gigantischen, headbangenden Masse, welche dieser schwedischen Machtdemonstration huldigt. Moshpits können ebenfalls beobachtet werden. Unfassbare Szenen! So spielt ein Headliner! Leck mich fett!!!

Mit eiserner Hand befehligt der kleine General Heljarmadr seine in Rüstung gekleideten Elitesoldaten Adra-Melek, Chaq Mol und Lord Ahriman. Derweil thront irgendwo versteckt hinter Rauch und Nebel Drummer Jalomaah und deckt uns unermüdlich mit Blastbeat-Salven ein. Die Setlist umfasst Hymnen von sämtlichen Scheiben der Black Metaller. «Nail Them To The Cross» wird gewohnt frenetisch bejubelt und schlägt die letzten verbliebenen Christen endgültig in die Flucht. Eine Kostprobe vom neuen Material bleibt leider aus. Die Werbetrommel für die Release-Sause am 19. März 2022 in der schwedischen Hauptstadt wird trotzdem kräftig gerührt. Ich behalte dieses Datum gerne im Hinterkopf. Vielleicht gibt’s ja einen spontanen Ausflug – wer weiss?

Sorry Pasquale, aber dank diesem Abrisskommando werden in den kommenden Tag eventuell doch ein paar Renovationsarbeiten notwendig sein. Aber das kriegt ihr ohne Zweifel hin. Beim abschliessenden «Where Shadows Forever Reign» packt der Fronter die Flagge aus und schwingt diese munter durch die Gegend. Fortan dürfte auf den Landkarten dieser Welt der Standort des Hall Of Fame als schwedische Kolonie angezeigt werden. Dark Funeral haben den Laden in beeindruckender Manier erobert – daran bestehen keine Zweifel. Dass sich Adra-Melek und Heljarmadr nach dem Gig unters Volk mischen und für Fotos posieren, ist am Ende schlichtweg das oft erwähnte Sahnehäubchen.

Setliste – Dark Funeral

  1. Unchain My Soul
  2. The Secrets Of The Black Arts
  3. Ravenna Strigoi Mortii
  4. Hail Murder
  5. Temple Of Ahriman
  6. 666 Voices Inside
  7. Goddess Of Sodomy
  8. Vobiscum Satanas
  9. Nail Them To The Cross
  10. My Funeral*
  11. Open The Gates*
  12. Where Shadows Forever Reign*

*Zugabe

Halphas

Halphas können einem richtig leidtun. Was will man diesem fulminanten, alles pulverisierenden Abriss von Dark Funeral überhaupt entgegensetzen? Selbst mir als Schreiberling gehen langsam die Worte aus. Immerhin haben sie noch ein paar Nasen vor sich (sogar mehr als beim gestrigen Rausschmeisser Totenwache). Es scheinen also nicht alle unter dem Sauerstoffzelt hängengeblieben zu sein. Zu früh den Heimweg anzutreten wäre wahrlich ein schwerwiegender Fehler gewesen, denn das Quintett zaubert eine ansprechende und packende Performance aus dem Hut. Da müssen die Nackenmuckis nochmals Volldampf geben.

Eine weitere Band, die ich mir für die Zukunft unbedingt merken muss. Hoffentlich haben Halphas und Konsorten realisiert, dass in unserem Land durchaus brauchbare Auftrittsmöglichkeiten existieren. Weitere Gastspiele wären doch eine lohnenswerte Sache, oder? Das Gezeigte bewegt mich jedenfalls dazu, ein letztes Mal bei den Merch-Verkäufern vorbeizuschauen. Diese Künstler verdienen einfach Unterstützung.

Setliste – Halphas

  1. Through The Forest
  2. Into Eternity We Ride
  3. Bones And Dust
  4. Temple Of Oak
  5. F.M.D.
  6. Black Wolves Hunt
  7. Sword Of The Necromancer
  8. Monument Of Blood
  9. Empire

Das Fanzit – Black Hole Fest II – Samstag

Der Tagessieg ging erwartungsgemäss an den – wenn man so will – Headliner des gesamten Black Hole Fest II: Dark Funeral. Das war schlichtweg überragend und hat uns alle komplett aus den Socken gehauen! Aber auch Stormcrow und Grabak erwischten jeweils eine hervorragende Tagesform. Sämtliche Truppen hatten etwas mehr Publikum zur Verfügung. Im Gegensatz zu gestern tauchten praktisch keine technischen Schwierigkeiten auf. Die Bar-Mädels ackerten erneut mit viel Engagement (und das, obwohl ein paar von ihnen – wie ich während eines Gesprächs erfahre – normalerweise respektive im Alltag gar keine Mucke aus dem metallischen Sektor hören). Generell habe ich am Black Hole Fest II etliche lohnenswerte Bands kennengelernt. Abenteuer aus der Kategorie Horizonterweiterungen sollten eben regelmässig gewagt werden.

Selbstverständlich überwog auch die Wiedersehensfreude mit der HoF-Crew. Für mich war es in Tat und Wahrheit eine Art Heimkehr. Diese Location darf niemals verstummen! Des Weiteren konnte die Kollaboration zwischen der Black Hole Agency und dem Hall Of Fame ein weiteres Mal fruchten. Man hat sich eindeutig gesucht und gefunden. Diese Zusammenarbeit hat aus meiner Sicht weiterhin eine vielversprechende Zukunft vor sich. Allein diese beiden Festivaltage waren sagenhaft wohltuend. Musikalische Therapiesitzungen in Reinkultur!

Apropos Ausblick. Die Planungen für das Black Hole Fest III laufen bereits auf Hochtouren. Wie? Ihr habt am Freitag (29.04.) und Samstag (30.04.2022) noch nichts vor? Tja, Pech gewesen. Jetzt schon! Formationen wie Batushka, Impaled Nazarene, Ellende oder Hån werden sicherlich zahlreiche Fans nach Wetzikon locken. Wer nicht so lange warten will (oder kann), sollte am 06. November dieses Jahres nochmals ins Zürcher Oberland pilgern. Die berühmt-berüchtigte Panzerdivision Marduk wird an diesem Datum hundertpro keinen Stein auf dem anderen lassen!


Wie fandet ihr das Festival?

15.10.2021
Weitere Einträge von

Afsky, Antzaat, Causam, Corpus Christii, Dark Funeral, Darkmoon Warrior, Grabak, Halphas, Krater, Moribund Oblivion, Stormcrow, Totenwache

Causam - Met-Bar Lenzburg 2021 (Flyer)
Sa, 20. November 2021, Met-Bar (Lenzburg, CH)

Causam, Tylangir

Causam - Doosmday Rapture (Cover Artwork)
Fr, 12. Februar 2021, Black Metal, Post Apocalyptic Black Metal

Causam – Doomsday Rapture

Autor Bewertung: 8/10
Metalinside.ch - Obituary - 70'000 Tons of Metal 2019 - Tag 4 - Foto pam
Do–Mo, 31. Januar–4. Februar 2019, Independence of the Seas (Fort Lauderdale, USA/Karibik)

70’000 Tons of Metal 2019 – Eluveitie, Accept, Delain, Soulfly u.v.m.

Mi, 12. Oktober 2016, Z7 (Pratteln, CH)

DARK FUNERAL, Krisiun, Deserted Fear