Metalinside.ch . April Art . X-Tra Musikcafe 2026 . Foto Sandro 09
Fr, 30. Oktober 2026

April Art, Dymytry Paradox

X-Tra Musikcafe (Zürich, CH)
/ 03.11.2026

Der scharlachrote Abriss

Rote Outfits auf der einen, aufwendig gestaltete Masken auf der anderen Seite: Als April Art und Dymytry am 30. Oktober 2026 gemeinsam im ausverkauften X-Tra Musikcafe aufschlugen, war bereits optisch für abwechslungsreiche Momente gesorgt.

Sandro: Während die einen mit ihrer kraftvollen Mischung aus Alternative und Modern Metal für hymnische Refrains plus schweisstreibende Energie garantieren, bringen die anderen ihre ganz eigene, larvierte Variante kompromissloser Härte ins Spiel. Uns dürfte somit ein stimmungsvolles Stelldichein zwischen roter Revolution samt metallischer Maskerade ins Haus stehen – sowie für meine Wenigkeit obendrein die perfekte Gelegenheit, noch eine offene musikalische Rechnung zu begleichen.

Dass die Show komplett ausverkauft ist, überrascht dabei wenig – wobei man bei einem Blick vor die Hallentüren schnell merkt, dass das Zürcher Publikum heute keineswegs exklusiv hier versammelt ist. Gleich nebenan geben sich schliesslich The Hu aus der Mongolei die Ehre, womit Zürich an diesem Freitagabend gleich doppelt im Zeichen der härteren Klänge steht. Die Qual der Wahl ist bekanntlich nicht immer leicht, doch wer sich für das Musikcafe des X-Tra entschieden hat, bekommt hier und jetzt zwei Formationen serviert, die auf ganz unterschiedliche Weise aus der Masse herausstechen wollen.

pam: Du sagst es, Sandro. Die Qual der Wahl. Welcher Metalhead kennt das insbesondere im Rocktober nicht? Zwei oder mehr Konzerte am gleichen Abend. Am liebsten möchte man auf mehreren Konzerten tanzen. Doch ohne Beamen ist das normalerweise ein Ding der Unmöglichkeit. Doch heute habe ich effektiv die Chance, zwei Konzerte mehr oder weniger gleichzeitig zu besuchen, da diese – zwar von unterschiedlichen Veranstaltern – im gleichen Haus stattfinden. So sind es auch nicht wenige, die vom Musikcafe «rüber» zum Eingang in die grössere Halle im oberen Stock geschickt werden.

Seit Sandro die Review zum vorletzten Album «Rodeo» geschrieben und ich kurz darauf ein Exemplar bestellt hatte, stehen die Deutschen weit oben auf meiner Konzert-Bucket-Liste. Irgendwie haben wir uns immer verpasst. Greenfield und Rock The Lakes hab ich die letzten zwei Jahre ausgelassen, dito die 70’000 Tons of Metal 2024 und somit unter anderem diese drei Möglichkeiten versifft. Und je mehr meine Kollegen über sie berichteten, umso gespannter war ich auf mein erstes Aufeinandertreffen mit April Art. Darum war für mich das Konzert von heute seit Monaten fix eingeplant. Als mich Kollege und Metalmitinsider Roman vor rund zwei Wochen fragte, ob ich auch ans The HU komme, wurde mir erst richtig bewusst, dass beide im X-Tra auftreten. Das Musikcafe kannte ich bis anhin gar nicht als zusätzliches «Konzertlokal». Da ich labil wie ein Kamel bin und somit schlecht im Neinsagen, sowie The HU schon sehr geil finde, kam dann der Gedanke, mir auch für The HU Konzerttickets zu besorgen. Gesagt, getan.

Da ich Skáld – Vorband bei The HU – noch nie live gesehen hatte, Dymytry Paradox jedoch schon zwei Mal (am Masters of Rock bei einem Heimspiel von ihnen und am Rock The Lakes), starte ich meinen Konzertabend nach einer Hallo-Sagen-Runde im Musikcafe im proppenvollen «Grossen Saal» vom X-Tra. Die Franzosen überzeugen von A bis Wikinger mit ihrem Nordic Folk. Doch bevor ich da jetzt zu fest aushole, zurück zu Sandro. Denn wir berichten heute ja aus dem Musikcafe ;-).

Sandro: Für mich persönlich steht dabei vor allem eine zentrale Frage im Raum: Vermögen mich April Art so richtig abzuholen? Schliesslich hatte mich das deutsche Quartett mit seinem dritten Opus «Rodeo» vor rund zwei Jahren ziemlich unvermittelt auf die dunkle – Pardon: rote – Seite der Macht gezogen, während der Nachfolger «Red» [zur Einschätzung von Kollege Snupi] mich danach erstaunlich kalt liess. Irgendwie fehlt mir dort genau das gewisse Etwas, das den Vorgänger mit herausragenden Hymnen wie «Not Sorry» oder dem herrlich rotzigen «Jackhammer» noch so mühelos aus der Grauzone katapultierte. Die Platte wirkt auf mich streckenweise schlicht zu berechnend, zu sehr auf Nummer sicher gestrickt, als dass sie dasselbe Feuer nochmals entfachen konnte.

Nun ist ein Studio-Album aber bekanntlich das eine, ein Live-Konzert hingegen eine völlig andere Geschichte. Vielleicht entfaltet das neue Material auf der Bühne ja genau jene zwingende Dynamik, die mir auf Konserve ein wenig abhandengekommen ist? Und dann wäre da ohnehin noch der Opener, der mir vor der Tourankündigung gänzlich unbekannt war: Ein wenig Reinhören in die Welt von Dymytry Paradox hat jedenfalls gereicht, um meine Neugier gehörig zu wecken. Schauen wir also, was die beiden Bands gemeinsam auf die Bretter zaubern werden.

Dymytry Paradox

Sandro: Musikalisch dürfte uns eine ziemlich knackige Melange aus wuchtigen Gitarrenwänden, modernen Metal-Elementen plus erstaunlich eingängigen Melodien erwarten, die durchaus die Qualität besitzt, sich schnell im Gehörgang festzubeissen. Wie gut dieses Gesamtpaket nun im Musikcafe zündet und ob die maskierte Truppe die Hütte schon vor dem Headliner auf Betriebstemperatur prügelt, wird sich gleich zeigen. Die Zutaten für einen verdammt spannenden Kontrast sind auf jeden Fall angerichtet.

Dass die Herren auch visuell nicht gerade auf Understatement oder dezenten Chic setzen, wird dann spätestens beim ersten Blick auf die Bühne klar. Während April Art bekanntlich die Farbe Rot zu ihrer offiziellen Uniform erkoren haben, verpassen die Tschechen ihrem Auftritt mit ihren markanten Masken, futuristischen Stage-Outfits sowie einer düsteren Lichtinszenierung eine unverkennbare Endzeit-Optik. Dazu gesellen sich nebst druckvolle Gitarrenriffs auch treibende Grooves mitsamt futuristischen Klangspielereien, die immer wieder von ausgesprochen melodischen Refrains aufgelockert werden und dabei irgendwo zwischen Modern Metal, Industrial plus Metalcore mäandern, ohne sich allzu sehr in einer einzelnen Schublade festnageln zu lassen.

Was ebenfalls ins Auge sticht, sind die doch sehr eingeschränkten Platzverhältnisse, mit denen sich die Psy-Corer arrangieren müssen. Dass das Schlagzeug des Headliners seitlich verdeckt zusätzlichen Raum für sich beansprucht, hilft dabei auch nicht wirklich weiter. Umso erstaunlicher ist es daher, wie viel Energie die fünf Musiker auf der verbliebenen Fläche freisetzen.

Der Abmischung ist dabei ordentlich, aber nicht überragend. Die einprägsamen Songs erhalten im Live-Gewand dennoch einen zusätzlichen Schub, sodass sich die Anwesenden willig auf die treibende Mucke einlassen. Frontmann Al Paradox übernimmt derweil die Kommunikation mit dem Publikum und schafft es, trotz der maskierten Fassade eine gewisse Nähe herzustellen.

Ein besonderes Highlight ist das extravagante Drumsolo von Stöckchenschwinger Miloš «Mildor» Meier, das nicht nur auf technischer wie visueller Ebene so einiges zu bieten hat, sondern auch mit eingestreuten Evergreens wie «Jump» oder «Livin‘ On A Prayer» zu glänzen weiss.

Als sportliches Aufwärmprogramm sowie Stimmungsgarant dienen die vertrauten Mitmach-Rituale: Hüpfeinlagen plus kollektives In-die-Knie-gehen werden vom Saal anstandslos quittiert. Und als Mister Paradox gleich zwei spontane Ausflüge quer durch die dicht gedrängten Menschenmassen wagt, ist das Eis endgültig gebrochen.

Die klangvollen, durchaus eingängigen Stücke erhalten in der Konzertfassung nochmals einen Extra-Boost, womit wir Erdlinge beim rund fünfzigminütigen Auftritt des Fünfergespanns in den Genuss einer engagierten, mitreissenden Show kommen, die von der Zuhörerschaft denn auch gebührend abgefeiert wird. Kurzum: Wer nach diesem Gig nicht überzeugt war, war nicht dabei – mich haben Dymytry Paradox jedenfalls definitiv als neuen Fan hinzu gewonnen.

pam: … ich war heute nicht dabei, habe aber die zwei bisherigen Aufeinandertreffen mit ihnen ebenfalls in guter Erinnerung. Selbsterklärend, dass die Kaufi am Masters of Rock nicht so prickelnd empfand und ihnen somit keinen Zugang zum erlauchten Kreise der Kaufi-Music gewährte.

Setlist – Dymytry Paradox

  1. Empire Of The Fallen
  2. War Beneath My Skin
  3. Revolt
  4. Red Sky Remains
  5. Enemy List
  6. Hope
  7. Touchdown
  8. Chernobyl

April Art

Sandro: Wie eingangs bereits wortreich dargelegt, ist bei April Art die Ausgangslage für mich etwas komplizierter. Nochmals in kurz: «Rodeo» war rotzfrech. Rotzig sind ihre Klangwelten nach wie vor, aber das Freche ist mir auf «Red» (wie sie wohl auf den Namen gekommen sind… *grübel*) ein wenig abhandengekommen. Als hätte die Band im Entstehungsprozess des neuen Albums beschlossen, lieber keinen allzu grossen Umweg mehr zu nehmen.

Dabei ist die grundsätzliche Kombination durchaus reizvoll: Alternative Metal trifft auf Modern Metal, eingängige Refrains auf ordentlich Druck sowie eine Bühnenpräsenz, die sich nicht gerade in Bescheidenheit übt. Die Giessener wissen, wie man Songs mit Wiedererkennungswert schreibt und diese mit einer gehörigen Portion Intensität auflädt.

Ob «Red» bei mir nun leibhaftig mehr Feuer entfachen kann als auf dem heimischen Abspielgerät, ist deshalb die spannende Frage des Abends. Vielleicht zünden die neuen Lieder im direkten Kontakt mit dem Publikum ja besser, vielleicht schlägt mein musikalischer Kompass aber auch heute Abend wieder eher in Richtung «Rodeo» aus. Mal sehen.

Los geht es mit einer fast schon biblisch anmutenden Teilung des Menschenmeeres, Kapitel zwei (falls ihr wissen möchtet, wovon ich da schreibe, hier entlang). Statt wie gewohnt einfach von der Seite auf die Spielfläche zu spazieren, bahnt sich die Equipe eine Schneise von hinten quer durch die dicht gedrängten Zuschauerreihen nach vorn. Ein ziemlich cooler Einstieg, der gleich für die ersten überraschten Gesichter sorgt. Was danach folgt, ist dann schlicht und ergreifend eine geballte Ladung roter Power.

Schon mit den ersten Stücken machen April Art unmissverständlich klar, dass sie hier nicht einfach ihr Programm herunterspulen, sondern den direkten Schlagabtausch mit den vorderen Reihen suchen. Allen voran Sängerin Lisa-Marie Watz, die wie ein Derwisch über die Bretter wirbelt, als gäbe es kein Morgen, und so die Meute mit einem Mix aus roher Kante, sympathischer Nahbarkeit sowie schier unerschöpflicher Vitalität in ihren Bann zieht. Das ist kein distanziertes Rockstar-Gehabe, sondern ehrliches Schwitzen auf Augenhöhe: Wenn sie unermüdlich zum Mitsingen animiert und den direkten Kontakt sucht, fragt man sich unweigerlich, woher die Dame mit dem kraftvolle Reibeisen-Gesang eigentlich ihre Reserven nimmt. Stimmlich macht Frau Watz ohnehin niemand etwas vor. Die Töne sitzen präzise, als stamme der Sound frisch aus dem Studio. Dabei verfügt sie nicht nur über die nötige Brachialität für die härteren Passagen, sondern weiss ebenso die ruhigeren Momente mit Gefühl und Ausdruck zu füllen.

Das melodische Grundgerüst steht dem derweil in nichts nach. Schlagzeuger Ben Juelg und Bassist Julian Schuetze legen ein ebenso druckvolles wie präzises Fundament, auf dem Gitarrist Chris Bunnell seine knackigen Riffs und eingängigen Hooks problemlos platzieren kann. Zusammen ergibt das ein modernes, wuchtiges Klangmassiv, das sich mit Ohrwurm-Refrains paart, die man spätestens beim zweiten Durchgang mühelos mitgrölen kann.

Auch die Songauswahl sorgt für ordentlich Abwechslung. Mit «Bulletproof», «Big Bubble Bullshit», «Panic Stations» sowie diversen weiteren Neuzugängen im Live-Set erhält die aktuelle Scheibe «Red» reichlich Platz, während «Rodeo» ebenfalls mit mehreren Vertretern bedacht wird. Dazwischen bleibt genügend Raum für ältere Favoriten, die den ohnehin schon hohen Puls im Saal nochmals nach oben treiben. Die Mischung funktioniert wahrlich gut und lässt kaum Zeit zum Durchatmen. Überhaupt scheint sich die Energie, die April Art auf der Konserve transportieren, auf der Bühne zu verdreifachen. Wo der Sound auf den Alben vielleicht an manchen Stellen eine Spur geglättet wirkt, verwandelt das Quartett das Musikcafe in natura in einen brodelnden Hexenkessel.

Emotional wird es bei «Unbreakable». Hier scheint das Timbre der ansonsten so unverwüstlich toughen Frontfrau für einen Moment leicht brüchig zu werden. Kein Wunder, thematisiert der Track doch die Angst, den eigenen Vater zu verlieren – einen Menschen, der stets eine wichtige Stütze in ihrem Leben war. Ein bewegender, ruhiger Moment inmitten eines ansonsten brodelnden Meeres aus rotflammender Intensität.

Dass beim Tourauftakt, dem wir ja heute beiwohnen, nicht immer alles so klappt, wie man es auf dem imaginären Wunschzettel stehen hat, liegt in der Natur der Sache. So befördert die unfassbare Urgewalt namens Lisa-Marie schon früh eine ganze Reihe Kaltgetränke unfreiwillig ins Jenseits, und auch vor Beinahe-Zusammenstössen ist der wirblige Vierer nicht gefeit. Indes bringen solche kleinen Missgeschicke die Truppe nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil: Die Spielfreude ist jederzeit spürbar, und das Publikum lässt sich von der ausgelassenen Stimmung nur allzu gerne anstecken.

Obwohl das wilde Treiben langsam seinem Ende entgegensteuert, brodelt im Raum noch reichlich Restenergie. Lisa ruft deshalb zum ultimativen Moshpit auf. Der dann allerdings fast etwas zu ultimativ ausfällt. Zwar orchestriert der rote Wirbelwind das Ganze souverän, dennoch gerät einer der wilden Kerle ins Trudeln und knallt rücklings in voller Länge hin – weiche Landung auf meinem linken Oberschenkel inklusive. Wohl ein weiteres «Rot», an das ich mich morgen schmerzhaft erinnern werde (und das sich vermutlich bald in ein hübsches «Blau» verwandeln dürfte).

Eine ausgedehnte Zugabe-Routine mit dem üblichen «Wir gehen jetzt von der Bühne, ihr klatscht, und wir kommen wieder»-Spielchen sparen sich die Deutschen diesmal übrigens gleich ganz. Wie Lisa augenzwinkernd erklärt: «Wir würden uns einfach kurz hinter dem Vorhang da nebenan verstecken, und da ist es ziemlich eng.» Nachvollziehbar, fürwahr. Stattdessen geht es ohne künstliche Unterbrechung direkt weiter.

Und das geschieht mit dem Rausschmeisser-Doppelpack «Jackhammer» sowie «Not Sorry» wahrlich überragend!  Hier blitzt nochmals genau jene Rotzigkeit auf, die mich seinerzeit bei «Rodeo» so umgehauen hatte. Um auf meine eingangs gestellte Frage zurückzukommen: Ja, das neue Material macht im Live-Gewand durchaus Laune! Nicht, dass ich es deshalb gleich auf dieselbe Stufe wie das Liedgut des Vorgängers stellen möchte – Album Nummer drei war halt ein ziemlich schwer zu wiederholender Ritt. Aber die Songs von «Red» inmitten dieses explosiven Abrisses zu erleben, war definitiv eine sehr coole Erfahrung.

pam: Zu den beiden auch für mich stärksten, letzten Songs bin ich dann zurück im Musikcafe – Roman mit im Schlepptau. Nun, das mit doppelt Tanzen ist nicht so einfach, wenn die Auftrittszeiten unten und oben im X-Tra praktisch identisch sind. Da ich, wie erwähnt, April Art noch nie live sah, haben sie erste Prio, und so bin ich die ersten rund 70 bis 80 Minuten bei ihnen. Ich ging für die letzten eineinhalb Songs kurz hoch zu The HU und schliesslich zum Abschluss wieder zurück zu April Art. Und das geht somit perfekt auf für meine zwei Lieblingssongs von ihnen.

Sandro: Wer sich nach dem Auftritt noch ein April-Art-Andenken mit nach Hause nehmen möchte, dürfte am Merch-Stand ein langes Gesicht machen. Zolltechnische Probleme sorgen dafür, dass die Fanartikel leider jenseits der Grenze bleiben müssen. Und dies, obwohl Miss Watz (wie sie selbst sagt) samt Entourage bereits um sechs Uhr morgens aufgebrochen ist und etliche Autobahnkilometer hinter sich gebracht hat, um den Termin in der Limmatstadt wahrnehmen zu können. Als kleine Entschädigung werden immerhin Rabattcodes verteilt, mit denen sich eine nachträgliche Online-Bestellung etwas günstiger gestaltet.

Setlist – April Art

  1. Bulletproof
  2. Big Bubble Bullshit
  3. Panic Stations
  4. Superhero
  5. Silent War
  6. Break the Silence
  7. Fall Into Pieces
  8. Rodeo
  9. Painkiller
  10. Unbreakable
  11. Hungry for Life
  12. Good Guy
  13. Head Up High
  14. Karma Is a Bitch
  15. Who I Never Meant to Be
  16. Break Out
  17. Jackhammer*
  18. Not Sorry*

* Zugabe

Das Fanzit – April Art, Dymytry Paradox

Sandro: Unterm Strich erwies sich die Kombination aus tschechischer Maskerade und scharlachroter Urgewalt als ausgesprochen unterhaltsame Angelegenheit. Dymytry Paradox lieferten ein ebenso kurzweiliges wie schwungvolles Aufwärmprogramm, ehe April Art das Musikcafe mit ihrer unfassbaren Bühnenpower in seine Einzelteile zerlegten. Rot ist eben doch das neue Schwarz!

Zwei Bands, zwei unterschiedliche Ansätze, aber eine gemeinsame Vorliebe für ordentlich Druck, grosse Refrains sowie eine gehörige Portion Strahlkraft. Ein rundum gelungener Konzertabend!

pam: Das Konzert von April Art ist erwartungsgemäss sehr cool, vor allem Lisa-Marie überzeugt mit ihrer Stimme, die live praktisch gleich gut wie aus der Konserve rüberkommt. Ich hätte jedoch noch mehr Aktivität von ihnen erwartet. Die Musikerkollegen sind im Allgemeinen doch eher statisch. Lisa-Marie selbst ist zwar, wie Sandro schon geschrieben hat, ziemlich aktiv auf der Bühne. Es war aber keine hemmungslose Ekstase, sondern auf einem Level, wie man es in diesem Genre erwarten darf. Für mich war die Stimme top, die Stimmung auf und vor der Bühne hat noch Luft nach oben. Da hätte ich eher mehr erwartet. Zum Teil war dies jedoch auch dem sehr limitierten Bewegungsradius auf der doch sehr kleinen Bühne geschuldet. Ich freue mich auf ein Wiedersehen auf einer etwas grösseren Bühne.

Sandro: Ja, bewegungstechnisch war da wohl noch etwas Luft nach oben – und auf einer grösseren Bühne hätte Lisa-Marie sicherlich noch ein paar Kilometer mehr abgespult. Aber hier und jetzt? Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was auf der Bühne sonst noch alles zu Bruch gegangen wäre.

Die Fotos – April Art, Dymytry Paradox


Wie fandet ihr das Konzert?

/ 03.11.2026
Weitere Beiträge von

April Art, Dymytry Paradox