Ausverkauft: Abriss!
Wie der Titel schon verrät, war es ein Abend, der in Erinnerung bleibt. Die Atmosphäre und die Energie haben gestimmt. Als Fotograf ganz vorne mit dabei, habe ich es hautnah erlebt. Moshpit, Wall of Death und eine Crowd, die mitgehüpft ist und mitgesungen hat. Another Approach, Expellow und The Kate Effect haben die Bude beinahe aus den Nähten platzen lassen. Es ging richtig ab!
Another Approach
Was eine ausverkaufte Met-Bar so an einem Samstagabend für ein Erlebnis sein kann? Das merkt man bereits bei Another Approach als Opener. Der Start war ruhig, aber sicher. Ein Liebeslied, so nennt es zumindest die Band, und dann startet man schon bald einmal den Versuch einer Wall of Death. Das Publikum ist noch nicht so ganz eingewärmt, man versucht zu motivieren: «Wer dabei ist nach rechts, wer nicht dabei ist nach links. Auf mein Zeichen!»
Die Vocals sind meist melodisch, dennoch sitzen die Screams sowas von! Bald geht es gegen Schluss des ersten Sets. Dazu dienen Covers, zum Beispiel von «Survivor».
Expellow
Dass das eine Hammer-Show wird, war schon klar. Aber das hätte man sich an einem anderen Abend nur erträumen können. Soundcheck fertig, Moshpit los! Die Energie, die Expellow hinlegen, ist phänomenal. Auf der Bühne und vor der Bühne geht es so richtig ab. Metalcore-Abriss vom Feinsten!
Die Screams sitzen einmal mehr, aber auch Rhythmus von Gitarren und Cymbals tragen wesentlich zur Energie bei. Dass die Menge Textpassagen mitschreit, zeigt klar auf, dass Expellow ihre Wurzeln in der Szene tief verankert haben. Man darf durchaus gespannt sein, wie sich Expellow weiter entwickeln.
The Kate Effect
Der Soundcheck wird kurz gehalten, es scheint Verspätung zu geben. Während das Publikum ein bisschen ungeduldig wird, bewahren The Kate Effect ihre Ruhe, bringen dann aber ebenfalls von Beginn an Energie auf und vor die Bühne. Der Auftritt erinnert an eine Workout-Stunde, die markanten Stirnbänder der Band tragen neben der hüpfenden Menge merklich dazu bei. Und glücklicherweise liegt da noch ein Mikrofon, so kommt es zu einem spontanen Gastauftritt von einem Bandmitglied von Another Approach. Diese Background-Screams passen also und die Stimmung bleibt weiter gut.
Das Fanzit – The Kate Effect, Expellow, Another Approach
Erwartet wurde von mir ein progressiver Metalabend, was sich in gewisser Hinsicht auch bewahrheitet hat. Der Core-lastige Abend spricht für neuen Metal, aber das ist noch immer glasklarer Metal. Oldschool war es nicht, trotzdem auf einem guten Metal-Fundament aufgebaut.
Highlight des Abends waren Expellow, aber auch die anderen Bands haben sich ins Zeug gelegt. Die Met-Bar proppenvoll zu erleben, war sicherlich auch Teil des Erlebnisses. Ein Besuch lohnt sich!
Für den Abend hat sich der Sprint an den Bahnhof, um meinen Zug zu erwischen, also definitiv gelohnt.
Die Fotos – The Kate Effect, Expellow, Another Approach

