Schon gehört? – September 2026: Europe, Deep Sun, Sleep u.v.m.
Black Metal, Death Metal, Doom Metal, Hardrock, Heavy Metal, ...
Rückkehr, symphonischer Bombast, unbekannter Doom Metal
Die Open-Air-Saison findet ihr Ende, was uns von Metalinside nicht daran hindert, neue Musik zu entdecken. Zu viele, um zu allen eine ausführliche Review zu schreiben. Dafür präsentieren wir euch in unserem Erfolgsformat «Schon gehört?» Perlen der aufgenommenen Klänge im Kurzformat.
Europe – Come This Madness
Sandro: Neun Jahre nach «Walk The Earth» melden sich die schwedischen Hardrock-Veteranen mit ihrem mittlerweile zwölften Studioalbum «Come This Madness» eindrucksvoll zurück. Zwischen wuchtigen Gitarren, grossen Melodien und Joey Tempests unverwechselbarer Stimme verbindet die Band klassische Europe-Trademarks mit einem zeitgemässen Anstrich. Klar, ein bisschen 80s-Nostalgie schwingt zwischen den Zeilen durchaus mit, aber statt abgestandenem Retro-Kitsch liefern die Skandinavier echte Tiefe! Für eine Band mit über vier Jahrzehnten Bandgeschichte ein absolut beeindruckendes Lebenszeichen – und ein unbedingter Pflichtkauf für jeden Hardrock-Fan! (Hardrock) VÖ: 25. September 2026
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Deep Sun – Live @ Olten
Sandro: Mit «Live @ Olten» beweist das Aargauer Gespann Deep Sun, dass seine Mischung aus symphonischem Bombast, eingängigen Melodien sowie kraftvollem Gesang live mindestens genauso gut funktioniert wie auf Platte. Das Album überrascht zwar nicht mit grossen Experimenten, fängt dafür aber die Essenz von Deep Sun als Liveband authentisch und mitreissend ein. Für Fans ein lohnender Mitschnitt, der Lust auf den nächsten Konzertbesuch macht. (Symphonic Metal) VÖ: 24. September 2026
Game Over – When Darkness Falls
Luke: Seit dem Einstieg des neuen Sängers Danny Schiavina sind die italienischen Thrasher Game Over in absoluter Hochform! Nach dem grandiosen «Face The End» letztes Jahr, liefern die Jungs bereits den nächsten Kracher. Wer seinen Thrash Metal gerne melodisch mag, aber trotzdem auf eine leichte Hardcore-Kante inklusive Gangshouts nicht verzichten möchte, ist hier genau richtig. (Thrash Metal) VÖ: 18. September 2026
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Archgoat – Nightbringer, Lightbringer
Jürgen: Obwohl ich mit den Aufnahmen nach «Whore Of Bethlehem» wenig anzufangen wusste, folge ich der Band weiterhin. Nun ist das sechste Album dran, das «Nightbringer, Lightbringer» heisst. Archgoat sind weiterhin Garanten für soliden Schwarzmetall, der die rostigen Armbandnieten dicker und länger werden lässt. Die elf Stücke (Intro inklusive) sind abwechslungsreich, sie bieten alles vom doomigen Black Metal à la Inquisition bis zur Hasstirade und enthalten einige interessante Arrangements, die für eine scheue Weiterentwicklung des Sounds stehen. Die rohe Produktion ehrt die tiefen Underground-Wurzeln des finnischen Trios. Pflichtkauf. (Black Metal, Death Metal) VÖ: 11. September 2026
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Audrey Horne – Achilles
Luke: Mit der letzten Scheibe «Devil’s Bell» von 2022 machte die hervorragende Hardrock-Band aus Norwegen einen grossen Schritt Richtung Heavy Metal, ohne ihre Melodien zu verlieren. Nun folgt mit dem neusten Longplayer fast sowas wie ein Schritt zurück, es wird wieder mehr gerockt. Aber: Verdammt, diese Melodien kriegen mich trotzdem immer wieder! Der sperrige Opener passt nicht so ganz an diese Position, steht wohl nur wegen dem Text da und wäre am Schluss besser aufgehoben. Alles, was danach kommt, ist absolutes Hit-Material! (Hardrock / Heavy Metal) VÖ: 4. September 2026
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Sleep – Hemispheres
Jürgen: «Jerusalem» war ein Meilenstein des Doom Metal in all seinen Facetten. Aber, Hand aufs Herz, wer kennt denn Sleep? Diese US-Doomster scheinen weniger Aufmerksamkeit zu bekommen, als sie es verdient hätten. Ob «Hemispheres» etwas daran ändern wird? Kaum. Aber Freunde von alten Black Sabbath, Pink Floyd und allem, was in einer gepflegten Ganja-Stube der Siebziger zu finden war, können hier ein Ohr riskieren. Spacig, unaufregend. (Stoner, Doom Metal) VÖ: 3. September 2026
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Atomic Aggressor – The Occult Forces
Jürgen: Chile wird seit jeher oft übersehen, wenn es um harte Musik geht, obwohl das Land viel Böses zu bieten hat. Atomic Aggressor gehören zu den «Alten» des südamerikanischen Landes und stürmen mit dem kompromisslosen «The Occult Forces» auf uns zu. Fehlen euch Angelcorpse? Diese Chilenen zeigen weniger die Morbid Angel-Kante, mähen aber mit ihrem brutalen und abwechslungsreichen Riffing alles nieder. (Death Metal) VÖ: 28. August 2026
Exumer – Death Mask Messiah
Luke: Unterdessen hat die ursprünglich in Frankfurt gegründete Band mehr als vierzig Jahre auf dem Buckel. Trotzdem bringen sie es auf genau sechs Longplayer, inklusive dem neusten Release. Aber jede der Scheiben ist eine absolute Perle (vielleicht der direkte Vorgänger einmal ausgenommen). Mit «Death Mask Messiah» finden der mittlerweile in Amerika lebende Frontmann Mem von Stein und seine Mannen aber zu alter Stärke zurück und liefern bissigen Oldschool-Thrash, genau so wie er sein muss. (Thrash Metal) VÖ: 28. August 2026
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