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Metalinside.ch . Eluveitie . Augusta Raurica 2026 . Foto pam 25
Fr, 3. Juli 2026

An Evening With Eluveitie

Theater Augusta Raurica (Augst, CH)
/ 14.07.2026

Die Helvetier bei den Römern

Wo früher gekämpft wurde, wird heute gemosht. Nach einer vierjährigen Pause veranstaltet das Z7 wieder Konzerte im Römertheater von Augusta Raurica – insgesamt deren vier. Heute heisst das Programm «An Evening With Eluveitie» und das kann sich der geneigte Fan natürlich auf keinen Fall entgehen lassen.

Meinen letzten Besuch in Augusta Raurica, am Konzert von In Extremo, habe ich in bester Erinnerung – zumindest das, was noch hängengeblieben ist. Zum Glück ist pam heute mit der Kamera dabei und kann euch somit aus erster Hand zeigen, wie eindrücklich diese Konzertlocation ist (pam: Ja, wobei aus irgendeinem unbekannten Grund dürfen wir heute nur im Graben fotografieren. Sprich: keine Totale von oben mit der eben so eindrücklichen Location. Das ist sehr schade … aber ich erlaube mir hier ein, zwei iPhone-Fotos zu zeigen – halt so, wie es auch der normale Besucher fotografiert und wahrgenommen hat).

Zusätzlich zur Szenerie darf zudem die Organisation durchaus gelobt werden. Merch kaufen, WC-Gang und Bier holen funktioniert alles reibungslos ohne Anstehen und auch der Einlass läuft sehr speditiv ab. Was bei den heissen Temperaturen ebenfalls sehr willkommen ist, sind die Wasserflaschen inklusive Deckel (!) und natürlich die Bierdosen (pam: Ich erlaube mir hier nochmals reinzugrätschen: Sehr cool ist, dass es überall Alu- und PET-Sammelstellen gibt. Das vermisse ich bekanntlich seit Jahren im Z7 – grad für die vielen konsumierten Bierdosen). Verdursten sollte heute also keiner. Genauso erwähnenswert ist die Anzahl der Besucher. Man könnte gar am Sold-out-Schild zweifeln, so viel Platz hat man. Anscheinend dürfen jedoch effektiv nicht mehr Besucher auf das Gelände, was es denjenigen, die sich ein Ticket ergattern konnten, um einiges gemütlicher macht. Im Gegensatz zu anderen Locations und Festivals ist das also eine willkommene Abwechslung, bei der man nicht lange anstehen muss und auch während des Konzerts in den vordersten Reihen noch genügend Platz hat (pam: Das gleiche gilt für die «Tribünenplätze» vom Amphitheater).

Nun aber genug des Drumherums und Bühne frei für Eluveitie.

Akustik-Set

Das reduzierte Setting auf der Bühne lässt es bereits vermuten: Eluveitie starten den Abend mit einem Akustik-Set. Statt dass also bereits zu Beginn wild getanzt wird, hört das Publikum aufmerksam zu. Nach den ersten Songs verlässt die Band bereits das erste Mal die Bühne. Alle ausser Rafael, der das Publikum mit einer Gitarren-Soloversion von «Cernvnnos» begeistert. Für die Live-Debüts von «Anamcara» und «Esvs» kommt der Rest wieder auf die Bühne, bevor bei «Catvrix» auch Fabienne einen souveränen Soloauftritt hinlegt. Fabiennes Stimme fesselt mich jedesmal wieder aufs Neue und sorgt erst recht an einem Ort wie diesem für Hühnerhautmomente. Mein persönliches Highlight des Akustik-Sets folgt dann mit der Live-Premiere von «All Is One», welcher im Akustikgewand sogar noch schöner daherkommt als «normal».

Mit «Epona» endet der erste Teil des Abends nach rund vierzig Minuten und als einziger Kritikpunkt bleibt, dass für ein Akustik-Set leider doch einiges ab Band kommt. Es wäre schön gewesen, hier voll und ganz auf live zu setzen.

Nun folgt die angekündigte Umbaupause, bevor es mit dem Metal-Set weitergeht. Es sieht allerdings so aus, als gäbe es nicht sonderlich viel umzubauen. Das Schlagzeug steht nämlich bereits hinter dem vorgehängten Backdrop. Auch die Podeste rechts und links davon sowie am vorderen Bühnenrand sind bereits aufgebaut. Die Bühne scheint also recht schnell bereitzustehen für die folgende Schlacht. Etwas schade daher, dass die Pause trotzdem satte 45 Minuten dauert. Dank kurzweiligen Gesprächen und einem sehr amüsanten Brainstorming, wie man die Flöten möglichst unauffällig von der Bühne schmuggeln könnte, vergeht die Pause jedoch wie im Fluge.

Metal-Set

Mit «Ategnatos» stürmen Eluveitie schliesslich zurück auf die Bühne und die Ruhe vor dem Sturm ist nun definitiv vorbei. Chrigel und Co. scheinen weiterhin bestens gelaunt und genauso fasziniert ab der Location, wie das Publikum vor der Bühne. Nach dem Kickstart folgt mit «A Rose For Epona» eine kurze Verschnaufpause für das aktive Publikum. Hierzu verteilt Fabienne passend Rosen an die ersten Reihen. Dann geht es wieder Schlag auf Schlag weiter. Der Tanzaufforderung bei «Ambiramus» wird brav folge geleistet und um mich herum wird fleissig die Textsicherheit unter Beweis gestellt, allen voran bei dem Klassiker «De Ruef vo de Bärge».

Der Sound ist übrigens hervorragend abgemischt und sorgt zusammen mit der Stimmung für einen perfekten Abend – der zum Glück noch nicht ganz vorbei ist. Der Zugabenblock wird eingeläutet mit «Premonition», bevor es mit einer weiteren Live-Premiere in Form von «Awen» weitergeht und der Abend standesgemäss mit einem sehr starken «Inis Mona» definitiv zu Ende geht.

Das Fanzit – Eluveitie

Sowohl akustisch als auch mit voller Power haben Eluveitie heute Abend einen sehr starken Auftritt hingelegt. Die Pause zwischen den Sets hätte gerne etwas kürzer sein dürfen, ist aber gesamthaft nur ein kleiner Kritikpunkt und der wurde durch das darauffolgende Set definitiv wieder wettgemacht. Das Theater Augusta Raurica ist für solche Sommerabende wohl die perfekte Konzertlocation und in Kombination mit der guten Organisation jederzeit wieder einen Besuch wert!

Die Setlist – Eluveitie

  1. Akustik-Set
  2. Lvgvs
  3. Grannos
  4. Cernvnnos
  5. Anamcara
  6. Esvs
  7. Catvrix
  8. Anv
  9. Memories Of Innocence
  10. All Is One
  11. Epona

Metal-Set

  1. Ategnatos
  2. Deathwalker
  3. The Prodigal Ones
  4. Exile Of The Gods
  5. A Rose For Epona
  6. Helvetios
  7. Ambiramus
  8. Breathe
  9. Aidus
  10. Rebirth
  11. Havoc
  12. King
  13. De Ruef vo de Bärge
  14. Premonition*
  15. Awen*
  16. Inis Mona*

*Zugaben

Die Fotos – Eluveitie


Wie fandet ihr das Konzert?

/ 14.07.2026
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